BANGKOK. Thailändische Goldgeschäfte stehen vor der Schließung, da die Preise 70.000 Baht übersteigen. Der Verband der Goldhändler warnt davor, dass Dutzende thailändische Goldgeschäfte im Jahr 2026 schließen könnten, da die Preise auf über 70.000 Baht steigen und die Nachfrage nach Goldschmuck einbricht.
Jitti Tangsitpakdee, Präsident der Goldhändlervereinigung, sagte gegenüber Thansettakij, dass der starke Anstieg der Goldpreise – der aktuelle Verkaufspreis liegt jetzt bei über 70.000 Baht pro Baht-Gewicht Gold – Dutzende weitere Goldgeschäfte in diesem Jahr zur Schließung zwingen könnte, nach den Schließungen im letzten Jahr.
Er erklärte, der Absatz von Goldschmuck sei eingebrochen, da die Preise die Kaufkraft der Verbraucher überstiegen hätten und viele Käufer spekulativ auf Goldbarren umgestiegen seien. Zudem habe sich eine wichtige Einnahmequelle vieler Geschäfte – das Goldpfandleihgeschäft – abgeschwächt, da viele Menschen nach dem Preisanstieg bereits beschlossen hätten, ihr Gold zu verkaufen.
„Die Schließung der Goldgeschäfte ist nicht auf Preisverluste zurückzuführen“, sagte er. „Es handelt sich um eine bewusste Entscheidung, die Geschäfte aus Profitgründen zu schließen, obwohl der Goldpreis aktuell steigt. Gleichzeitig zeigt die nächste Generation von Erben kein Interesse an der Weiterführung des Geschäfts, während die Betriebskosten gestiegen und die Einzelhandelsumsätze deutlich gesunken sind.“
Thailändische Goldgeschäfte stehen vor der Schließung, da die Preise 70.000 Baht übersteigen.

Zum jüngsten rasanten und starken Anstieg der Goldpreise erklärte er, die Hauptursachen seien anhaltende geopolitische Spannungen, darunter die Haltung der USA und die Lage im Iran, sowie die Aufstockung der Goldreserven durch die Zentralbanken vieler Länder. Diese Faktoren hätten die Preise deutlich schneller als erwartet über die ursprünglichen Prognosen hinausgetrieben.
Zuvor hatte der Verband einen globalen Goldpreis zwischen 4.800 und 4.900 US-Dollar pro Unze prognostiziert. Am 23. Januar hatte der Goldpreis dieses Ziel jedoch bereits überschritten und 4.952 US-Dollar pro Unze erreicht.
Er sagte, es bestehe die Möglichkeit, dass der Preis von 5.000 US-Dollar pro Unze früher als bisher für das dritte Quartal erwartet werde – möglicherweise schon in naher Zukunft und eventuell bereits im Januar –, was bedeuten würde, dass die thailändischen Goldpreise schon bald auf fast 75.000 Baht steigen könnten.
Er räumte ein, dass die aktuelle Situation beispiellos sei, was Preisprognosen erschwere und eine erneute Überarbeitung der Prognosen erforderlich mache. Ein Schlüsselfaktor sei die Haltung von US-Präsident Donald Trump, die zu ungewöhnlichen Schwankungen auf dem globalen Goldmarkt beigetragen habe.
Insbesondere wies er darauf hin, dass die globalen Goldpreise allein in den ersten 23 Tagen dieses Jahres bereits um mehr als 600 US-Dollar gestiegen seien. Er argumentierte, dass Trump mit dieser Preissteigerung Profit gemacht habe, denn andernfalls hätte Rhetorik allein die Goldpreise nicht so schnell und so stark in die Höhe getrieben.
- Quelle: The Nation Thailand