Laut Justizminister Rutthaphon Naowarat wurden Unregelmäßigkeiten beim Verschwinden von 57 Millionen Litern Treibstoff während des Transports zu sechs Öldepots in der südlichen Provinz Surat Thani festgestellt.

57 Millionen Liter Treibstoff in den Depots von Surat Thani „vermisst“

SURAT THANI. Thailands Justizminister erklärt, die Polizei und das DSI untersuchten die Hortung und Bevorratung von 57 Millionen Liter Treibstoff in den Depots von Surat Thani aus allen Blickwinkeln.

Laut Justizminister Rutthaphon Naowarat wurden Unregelmäßigkeiten beim Verschwinden von 57 Millionen Litern Treibstoff während des Transports zu sechs Öldepots in der südlichen Provinz Surat Thani festgestellt.

Eine Untersuchung wegen des Verdachts auf Treibstoffhortung wurde mit einem zweigleisigen Ansatz eingeleitet, sagte er am Freitag bei einer Pressekonferenz zur Energiekrise, bei der Premierminister Anutin Charnvirakul auch ein dringendes Vorgehen gegen Treibstoffhortende ankündigte .

Der erste Teil der Ermittlungen umfasst Endkontrollen an Tankstellen, so Polizeigeneralleutnant Rutthaphon. Polizei und Beamte der Provinzverwaltung verfolgen Unregelmäßigkeiten bis zu den Öldepots zurück.

 

Laut Justizminister Rutthaphon Naowarat wurden Unregelmäßigkeiten beim Verschwinden von 57 Millionen Litern Treibstoff während des Transports zu sechs Öldepots in der südlichen Provinz Surat Thani festgestellt.
Laut Justizminister Rutthaphon Naowarat wurden Unregelmäßigkeiten beim Verschwinden von 57 Millionen Litern Treibstoff während des Transports zu sechs Öldepots in der südlichen Provinz Surat Thani festgestellt.

Beamte der Abteilung für Sonderermittlungen inspizieren am 1. April ein Öllager in der Provinz Surat Thani. (Foto: Justizministerium)

 

Der zweite Teil betrifft die Abteilung für Sonderermittlungen (DSI), die die Lieferkette von den Raffinerien bis hin zu den Einzelhandelsgeschäften untersuchen wird, sagte der Minister.

Bei früheren Inspektionen seien Verstöße aufgedeckt worden, die zu Verhaftungen in den Provinzen Ang Thong , Tak und Nakhon Sawan geführt hätten, darunter auch Straftaten im Zusammenhang mit illegaler Bevorratung gemäß den Paragraphen 7 und 10 des Treibstoffhandelsgesetzes, sagte er.

In Surat Thani ergaben Untersuchungen, dass Öltanker 96 Fahrten unternommen und Treibstoff von Depots zu sechs Anlagen in der südlichen Provinz transportiert hatten, insgesamt 217 Millionen Liter. Allerdings erreichten nur 160 Millionen Liter ihr Ziel, sodass 57 Millionen Liter während des Transports verloren gingen.

Um das in Relation zu setzen: Der durchschnittliche tägliche Dieselverbrauch in Thailand liegt bei etwa 65 Millionen Litern. Der Gesamtverbrauch von Diesel, Benzin und Gasohol beträgt etwa 100 Millionen Liter pro Tag.

Generalleutnant Rutthaphon erklärte, der Fall werde nach einheitlichen Standards behandelt, wobei der Schwerpunkt auf dem Seetransport liege. Die Behörden hätten alle relevanten Unterlagen erhalten und würden sowohl die Lagerbestände als auch die ungewöhnlich langen Transportzeiten untersuchen.

Die DSI hat die mutmaßlichen Treibstoffdiebstähle als Sonderfall anerkannt und wird die Beteiligten zur Vernehmung vorladen und rechtliche Schritte einleiten, sagte Polizeigeneralleutnant Rutthaphon.

Justizminister Generalleutnant Rutthaphon Naowarat gab bekannt, dass bei Kontrollen von sechs Öldepots in Surat Thani 57 Millionen Liter Treibstoff gefunden wurden, deren Verbleib ungeklärt ist.

Kriegsraum

Im DSI wird ein Krisenstab eingerichtet, der die Treibstoffmengen im gesamten System überwacht und von Behörden wie dem Zoll kontinuierlich über Rohölimporte und damit verbundene Zahlen berichtet, fügte er hinzu.

In den Raffinerien hätten Inspektionen der Dokumentation und der Tankfüllstände bestätigt, dass dort keine Lagerbestände angelegt worden seien, sagte er. Jegliches verbleibendes Öl werde als Restbestand bezeichnet, der nicht wirtschaftlich gefördert werden könne.

DSI-Generaldirektor Yutthana Praedam sagte, es bestünden mehrere Verdachtsfälle, darunter möglicher Schmuggel, es könne jedoch einige Zeit dauern, diesen Verdacht zu bestätigen.

Der eindeutigste Verstoß ist derzeit die Hortung von Waren, da das Gesetz es den Betreibern verbietet, Verkäufe zu verweigern oder den Transport absichtlich zu verzögern oder zu behindern, sagte er auf der Pressekonferenz.

„Wir werden diesen Fall bis zum Äußersten verfolgen“, sagte Polizeimajor Yutthana.

 

  • Quelle: Bangkok Post