In Narathiwat erschossen Aufständische einen Mann. Kurz darauf explodierte eine Autobombe. Der 50-Kilo-Sprengsatz tötete einen Menschen, 19 wurden verletzt.
Der Süden
Gericht über Massaker von Tak Bai: Armee und Polizei unschuldig
Am 25. Oktober 2004 demonstrierten ca. 1500 Moslems in Pattani vor einem Polizeirevier wegen der Verhaftung von Aufständischen. Die Polizei und das Militär lösten die Demonstration auf. Nach offiziellen Angaben setzten die Sicherheitskräfte Wasserwerfer ein und feuerten mit scharfer Munition in die Luft, dabei starben sieben Menschen.
Der Süden: Viel Geld, kein Kriegsrecht
Im Rahmen eines Vier-Jahres-Planes will die Regierung die Region mit 63 Milliarden Baht „entwickeln“, sagte Vize-Premierminister Suthep anläßlich eines Besuches in Pattani. Dort wurde er von der ISOC über die neueste Entwicklung informiert.
Neun koordinierte Anschläge im Süden
Ein Lagerhaus und ein Möbelgeschäft wurden gleichzeitig angezündet. Dann folgten Brandanschläge auf zwei weitere Lagerhäuser. Dann explodierte eine Bombe vor einem Hotel und eine in einem Geschäft. Ein Geldautomat wurde gesprengt, eine Relaisstation in Brand gesetzt und schließlich ging eine Bombe in einem Kaufhaus hoch.
Rechtsanwalt Somachai für vermißt erklärt
Der Anwalt wurde am 12. März 2004 von Polizeibeamten auf der Ramkamhaeng Road in Bangkok entführt. Seitdem fehlt von ihm jede Spur. Es ist anzunehmen, daß er ermordet worden ist. Einer der beteiligten Polizisten wurde wegen Nötigung zu drei Jahren Haft verurteilt, er legte Berufung ein, kam auf Kaution frei und ist seitdem ebenfalls verschwunden…
Neun Tote im Süden
Am 28. April starben bei fünf offensichtlich koordinierten Aktionen insgesamt neun Personen, zwei wurden verletzt.
11 Anschläge in Narathiwat
Sie zündeten Bomben, steckten Schulen in Brand und beschädigten Trafo- und Relaisstationen.
4 tote Soldaten bei Bombenanschlag im Süden
Die Opfer, zwischen 21 und 50 Jahre alt, befanden sich in einem Wagen, der in die Luft gesprengt wurde.
Thailands neue Geheimwaffe: Der Zeppelin
Seit 2004 starben in den Bürgerkriegsprovinzen Pattani, Yala und Narathiwat rund 3.500 Menschen.
Im Süden wird aufgeräumt
Die Soldaten sollen den Aufständischen „das Genick brechen und die Herzen der Bevölkerung zurückgewinnen“ heißt es offiziell.
Wieder Soldaten geköpft
Etwa zehn Mann, die Lehrer beschützen sollten, gerieten nahe dem Bang Lang Nationalpark unter Feuer durch eine unbekannte Anzahl von Aufständischen. Zwei Soldaten wurden von dem Rest der Truppe abgeschnitten und bei einem rund zehnminütigen Feuergefecht getötet.
Bombenanschlag im Süden: 3 Tote Polizisten
Ein Konvoi, bestehend aus drei Fahrzeugen, eskortierte Lehrer in eine Schule. Die Bombe explodierte unter dem letzten Fahrzeug, einen Pick-up, in dem vier Polizisten saßen. Drei Offiziere starben im Krankenhaus, ein vierter liegt im Koma.
Thailand kocht im Süden eigenes Süppchen
Außenminister Kasit Piromya ist auf die Philippinen gereist, um sich mit Präsidentin Gloria Arroyo über die bürgerkriegsähnlichen Zustände in Thailand zu unterhalten. Der philippinischen war es gelungen, eine Waffenstillstandsvereinbarung mit aufständischen Moslems zu unterzeichnen.
Zwei Soldaten grausam ermordet
Gegen 14 Uhr erschien die Polizei am Tatort. Die beiden Soldaten waren erschossen, geköpft und dann angezündet worden. Auch das Motorrad der Soldaten hatte Feuer gefangen.
Moslemischer Student verklagt Armee
Ein moslemischer Student aus Yala verklagte Armee und Verteidigungsministerium, weil er gefoltert worden ist.
Thailand – eine Besatzungsmacht?
Es ist wie ein Fluch. Wer einmal in die negativen Schlagzeilen gerät, kommt nicht mehr so schnell heraus. Die bürgerkriegsähnlichen Zustände im Süden des Landes wurden von der Weltöffentlichkeit lange ignoriert, aber nach unpositiver Berichterstattung durch Human Rights Watch und Amnesty International ist Thailand wieder in den Schlagzeilen.
Studie: Bürgerkrieg im Süden ist teuer
Nach dem Bericht eines unabhängigen Netzwerkes müsse der Staat damit rechnen, in den nächsten zehn Jahren 300 Milliarden Baht ausgeben zu müssen, wenn sich die Zustände in Yala, Narathiwat und Pattani nicht ändern.















