Motorrad Taxifahrer verprügelt einen deutschen mitten auf der Straße vor einer Polizeikontrolle

Motorrad Taxifahrer verprügelt einen deutschen mitten auf der Straße vor einer Polizeikontrolle

Pattaya. Am Mittwoch wurde ein Motorrad Taxifahrer von der Polizei in Pattaya verhaftet, nachdem er einen deutschen Touristen mitten auf der Straße verprügelt und mit den Füßen ins Gesicht getreten hatte. Laut der thailändischen Presse soll der deutsche dem Motorradtaxifahrer einen Vogel gezeigt haben.

Der Vorfall ereignete sich in der Nähe eines Verkehrskontrollpunkts außerhalb der Pattaya Polizeiwache. Die Polizei hatte hier einen Kontrollpunkt errichtet, und den Deutschen angehalten. Dabei stellten sie fest, dass der Deutsche keinen gültigen Führschein zum fahren des Motorrads hatte.

Die Polizei vor Ort fackelte nicht lange, beschlagnahmte wie angekündigt die Maschine  und verpasste dem Motorrad eine Vorderradsperre. Damit war für die Beamten der Fall erledigt.

Offensichtlich wollte sich der Deutsche damit aber nicht zufrieden geben und versuchte, sein Motorrad am Vorderrad anzuheben und wegzutragen. Allerdings schaffte er es nicht und das Motorrad kippte auf die Seite. Während der deutsche weiter krampfhaft versuchte, sein Motorrad aus dem Kontrollbereich der Polizei zu entfernen stürzte sich ein Motorradtaxifahrer auf ihn, und trat ihn zunächst ohne Vorwarnung ins Gesicht. Dann verpasste er dem deutschen noch gleich ein paar Faustschläge, sodass der Mann schließlich zu Boden ging.

Angeblich soll sich zwischen den beiden vor dem Angriff ein Streit abgespielt haben, in dessen Verlauf der deutsche dem Taxifahrer einen Vogel gezeigt haben soll. Bevor das ganze außer Kontrolle geriet mischten sich mehre Zuschauer ein und hielten den Taxifahrer von weiteren Angriffen ab.

Der Deutsche erklärte später gegenüber Reportern, dass er keine weitere Anklage gegen den Motorrad Taxifahrer erheben würde und der Vorfall für ihn erledigt sei. Ob der Taxifahrer von der Polizei zur Rechenschaft gezogen wurde, geht aus den Berichten nicht hervor.

Wie wir bereits in der letzten Woche berichtet hatten, geht die Polizei seit Anfing diesen Monats rigoros gegen Touristen vor, die ohne einen gültigen Führerschein in Thailand unterwegs sind. Neben einer Geldstrafe von 1.000 Baht wird auch noch an Ort und Stelle das betreffende Fahrzeug, egal ob Auto oder Motorrad von den Beamten beschlagnahmt.

Das ist nur ein Teil des aktuellen Vorgehens gegen illegale Fahrer  in Thailand. Zusätzlich werden jetzt auch die Vermieter bestraft und zur Rechenschaft gezogen, die einem Touristen ein Fahrzeug vermieten, ohne sich von dessen gültiger Fahrlizenz zu überzeugen. Die Vermieter werden ab sofort mit einer Geldbuße von 2.000 Baht bestraft.

Polizei Major Arut Saphanon, der das neue Vorgehen der Polizei auf einer Pressekonferenz erklärte sagte dazu: „Es gibt kein Wenn und Aber in der Zukunft! Es fängt jetzt ab sofort an“! fügte er hinzu.

Ob die Thais ebenfalls so hart bestraft werden, konnte bisher noch nicht bestätigt werden. Aber bekanntermaßen dürfte die Strafe gegen sie erheblich geringer ausfallen.

Polizei Major Arut Saphanon begründete das harte Vorgehen gegen Touristen und Vermieter von Fahrzeugen damit, dass viele Touristen die thailändische Straßenverkehrsordnung nicht kennen und außerdem keine Ausbildung zum Verhalten bei Unfällen hätten.

Darüber hinaus gibt es in Pattaya eine Menge an Verbrechen, die von Ausländern begangen werden, die ausnahmslos im Rahmen dieser Straftaten gemietete Fahrzeuge benutzen, fügte er hinzu. Sie fliehen nach der Straftat mit den gemieteten Fahrzeugen, erklärte er in einem Video das auf Facebook bei Pattaya Update News veröffentlicht wurde.

 

  • Quelle: Pattaya One News, Pattaya Update News