Nationalparks und Zoos verbieten ab sofort Plastik und Styropor

Nationalparks und Zoos verbieten ab sofort Plastik und Styropor

Bangkok. Am Freitagmorgen hat die für alle 154 Nationalparks in Thailand zuständige Behörde offiziell angekündigt, dass ab sofort in allen Nationalparks landesweit alle Plastik und Styropor Tüten und Verpackungen verboten sind. Nach den zahlreichen Debatten in den letzten Wochen über den immer größer werdenden Plastikmüll in Thailand ist dies ein erster Schritt in die richtige Richtung, um dieses Problem endlich in den Griff zu bekommen, berichten die thailändischen Medien.

Diese neue Einschränkung, die ab sofort wirksam wird, gilt allerdings nicht nur für alle 154 Nationalparks im ganzen Land sondern auch für alle Zoos einschließlich der Zoos Dusit, Khao Keaw, Chiang Mai und Nakhon Ratchasima, gab die Nationalparkbehörde gleichzeitig bekannt.

Das Verbot kommt nur wenige Tage nachdem der führende Tourismusbeamte Herr Weerasak Kowsurat am Freitag die Behörden offiziell aufgefordert hatte, den Plastikkonsum in Thailand zu reduzieren.

Anlässlich des Welt Ozeantags am Freitag sagte der Minister für Tourismus und Sport, Herr Weerasak Khowsurat, dass die Lösung des Problems der Meeresverschwendung die Zusammenarbeit von allen Sektoren einschließlich der Betreiber in der Tourismusindustrie erfordert.

Nationalparks und Zoos verbieten ab sofort Plastik und Styropor

Nationalparks und Zoos verbieten ab sofort Plastik und Styropor

 

Minister Weerasak sagte weiter, das sein Ministerium für Tourismus und Sport alle Touristen dazu ermutigen werde, verantwortungsvoller zu werden, auf unnötige Plastikprodukte zu verzichten, und mit den zuständigen Behörden zusammenarbeiten, um ausschließlich umweltfreundliche Produkte in den Hotels zu nutzen, fügte er weiter hinzu. Der ThailandTIP hatte über die Forderungen des Ministers berichtet.

Der Minister betonte dabei, dass es auch notwendig sei, die Verbraucher dazu anzuhalten, keine Produkte wie Plastik und Styropor zu verwenden, da sie immer größer werdende Umweltprobleme verursachen könnten.

“Ich möchte dem Ministerium für Tourismus und Sport und allen seinen Agenturen eine Richtlinie geben, mit der die Verwendung von Wegwerf-Kunststoffen verringert werden soll. Wir werden die Verteilung von Plastikwasserflaschen bei unseren Versammlungen beschränken und statt dessen Krüge und Gläser an verschiedenen Stellen bereitstellen “, sagte er. Dabei fügte Minister Weerasak weiter hinzu, dass sein Ministerium fest entschlossen sei, ebenfalls auch die Verwendung von Plastik und Styropor Müll bei allen öffentlichen Veranstaltungen zu reduzieren.

Frau Anchalee Pipattanawattanakul von der „ grünen Kampagne „ Green Campaign begrüßte den Vorschlag des Ministers und wies jedoch weiter darauf hin, dass die Initiative alleine nicht ausreicht. Sie forderte das Tourismusministerium auf, das Problem der Verwendung von Einweg-Plastikflaschen durch die Touristen ebenfalls anzugehen.

Thailand fordert alle Touristen auf, zur Verringerung der Verschmutzung der Weltmeere beizutragen

Thailand fordert alle Touristen auf, zur Verringerung der Verschmutzung der Weltmeere beizutragen

 

“Sie haben das Potenzial dazu, um noch viel mehr zu tun”, sagte Frau Anchalee und fügte hinzu, dass das Ministerium allein die Verwendung von Einwegkunststoff nicht signifikant reduzieren könne und dass sie sich mit anderen staatlichen Behörden abstimmen sollten.

Sie präsentierte bei ihrer Rede auch gleich eine Idee, wie zum Beispiel die Besteuerung von Plastik. Gleichzeitig forderte sie bessere und sauberere öffentliche und private Wasserauffüllungsorte.

Sie sagte, dass es auch eine Notwendigkeit gibt, die Denkweise der thailändischen Verbraucher zu ändern, die so sehr an die Bequemlichkeit von Einweg-Plastikwasserflaschen gewöhnt sind.

Anchalee zitierte dabei eine Zahl von 2016 des Department of Pollution Control, die zeigt, dass Thailand 2 Millionen Tonnen Plastikmüll gesammelt hat. Sie fügte hinzu, dass leider viel zu wenig Daten darüber erhoben wurden und dass es deshalb an verlässlichen Statistiken mangelt.

Sie sprach von einer 10 Kilometer langen Kette von Plastikabfällen, die letztes Jahr vor dem Golf von Thailand entdeckt worden war, und hob das Ausmaß der Meeresverschmutzung im ganzen Land hervor.

 

  • Quelle: Khao Sod