Bangkok Hochwasser steigt weiter an – BMA überdenkt die Evakuierung weiterer Stadtteile

pp Bangkok. Die Bangkok Metropolitan Administration (BMA) hat sich bei einer Sitzung am 3. November über die weiteren Evakuierungsmaßnahmen in Bangkok beraten. Gouverneur Sukhumbhand gab einen Überblick über die aktuelle Lage.

Im westlichen Bangkok ist der Wasserstand des Maha Sawat Kanals weiter angestiegen und droht, den Bezirk Bang Khae zu überschwemmen. (Bezirk-Nr.40 – Rot)

Vier weitere Bezirke, Chatuchak, Bang Bon, Bangkok Noi und Phasi Charoen wurden ebenfalls in die engere Überwachung eingeschlossen und den Bewohnern wird geraten, Wertsachen und weitere wichtige Gegenstände sowie Lebensmittel und Trinkwasser in die oberen Etagen zu verlegen. (Bezirk-Nr.30, 50, 20, 22 – Orange)

Im östlichen Bangkok steigt das Wasser ebenfalls weiter an. Das sei auf das Öffnen der Schleusentore der Kanäle 8, 9 und 10 zurückzuführen, sagte der Gouverneur. Allerdings hat die BMA in Zusammenarbeit mit dem Flood Relief Operations Centre (FROC) beschlossen, diese Schleusen wieder zu schließen.

Im Norden Bangkoks, im Bereich Rangsit, so der Gouverneur weiter, sind die Helfer dabei, eine fünf Kilometer lange Riesenwand aus 1,6 Tonnen schweren, mit Sand und Schotter gefüllten Sandsäcken, sogenannte „Big Bags“, zu errichten. Diese Wand soll das Wasser aus dem Norden in den östlichen Teil umlenken. Die BMA hofft, daß die Arbeiten am heutigen Donnerstag abgeschlossen werden.

Weiterhin gab der Gouverneur bekannt, daß ab Freitag den 4. November vor dem Rathaus am Laan Khon Mueang Plaza eine „Bangkok Küche“ eingerichtet wird. Hier sollen die Flutopfer mit warmer Nahrung versorgt werden.

Der Gouverneur hat nochmals alle privaten und öffentlichen Stellen aufgerufen, unbedingt zum Wohle der Menschen zusammenzuarbeiten. Er rief die Bevölkerung auf, weitere Hilfsgüter für die Flutopfer zu spenden.