Der Süden Thailands von riesigem Stromausfall betroffen.

pch/Bangkok. Der Ausfall, von einem Sprecher der „Electricity Generating Authority of Thailand“ (Egat) als der Größte in der Geschichte des Landes bezeichnet, traf mehrere wichtige Städte und beliebte Touristenziele, einschließlich Hat Yai, Koh Samui und Phuket.

Der Stromausfall in den Südprovinzen, vor allem in den drei südlichsten Provinzen von Yala, Pattani und Narathiwat, löste dort kurzzeitig ein Gefühl von Panik aus. Die Behörden teilten mit, dass der Stromausfall durch ein beschädigtes Hochspannungskabel, das von Ratchaburi zum Verteiler im Bang Saphan Bezirk von Prachuap Khiri Khan führt, die Ursache des „Blackouts“ war. Damit wurde der Süden von der Stromversorgung abgeschnitten.

Die Regierung verkündete in einer Fernsehansprache, dass der Stromausfall nichts mit den Unruhen im Süden zu tun haben, sondern dass es nur ein technisches Problem bei der Stromversorgung gab.

Wichtige Einrichtungen wie Hotels und Flughäfen, die ihre eigenen Notstromaggregate hatten, wurden vom Stromausfall von 18.00 bis 08.00 Uhr heute Morgen verschont. Egat teilte mit, dass um 21:30 noch nicht alle Haushalte wieder Strom hatten.

Um den Stromausfall so gering wie möglich zu halten, forderte Egat alle Kraftwerke im Süden auf, ihre Stromerzeugung bis zur vollen Kapazität zu steigern. Dazu gehört die Stromerzeugung aus Dieselmotoren in der Provinz Surat Thani und von Heizöl in Krabi. Trotz der erhöhten Stromversorgung ergaben sich Spannungsabfälle in vielen Bereichen im Süden.

Egat sagte weiter, man sei mit Malaysia in Verhandlungen, damit während der Reparaturarbeiten der Hochspannungsleitungen im Bang Saphan Bezirk die Versorgung mit Strom gewährleistet bleibt.

Derzeit braucht der südliche Teil des Landes 2.500 Megawatt an Stromversorgung. Die lokalen Kraftwerke erzeugen 2.000 Megawatt. Die übrigen 500 Megawatt werden von der Central Plains via Verteiler von Prachuap Khiri Khan geliefert. Derzeit gibt es vier Kraftwerke im Süden, in Nakhon Si Thammarat, Songkhla, Krabi und Surat Thani.

Numchai Lowattanatrakul, Gouverneur der „Provincial Electricity Authority“ (PEA), sagte, der Stromausfall in allen 14 südlichen Provinzen fand um 19:15 statt und resultierte aus dem Problem am 500-Kilowatt-Verteiler im Bang Saphan Bezirk. Da es eine große Verteilerstation ist, verursachte es einen totalen Blackout im Süden.

Er sagte, die regionalen Stromausfälle dauerten etwa eine halbe Stunde in jedem Bereich. PEA Beamte wurden ermächtigt, den Strom nach Bedarf zu rationieren während dem Blackout. Die PEA betrieb auch mobile Generatoren, um wichtige Orte wie Krankenhäuser und Polizeistationen zu versorgen. Thana Putarangsi, stellvertretender Gouverneur der Egat, sagte, man werde die Ursache der Panne von Dienstagnacht untersuchen.

Pongsak Semson, Direktor und amtierender Präsident der Airports of Thailand sagte, die Flughäfen Hat Yai und Phuket waren nicht betroffen, weil sie mit Notstromaggregaten die Zeit überbrücken konnten. Allerdings, sagte er, sind die Direktoren der beiden Flughäfen rund um die Uhr auf Standby um die Sicherheit der Fluggäste zu gewährleisten.

Somchart Pimthanapoonporn, Vorsitzender des Hotelier-Vereins im Songkhla-Hat Yai Bezirk sagte, der zweistündige Stromausfall in Hat Yai habe eine Menge Schaden für die Betreiber von Abendunterhaltungsbetrieben und Hotels verursacht, obwohl diese teilweise ihre eigenen Generatoren haben. "Wir wollen, dass die Regierung alles unternimmt, um Stromausfällen in der Zukunft zu verhindern", sagte Herr Somchart.

Laemthong Hotelbesitzer, Mallika Charoenpanich, sagte, einen derart massiven Stromausfall hatte es noch nie in Hat Yai gegeben. Sie sagte, ihre Gäste kamen in die Hotel-Lobby, weil es in ihren Zimmern zu heiß war.