BANGKOK. Thailands Königliche Bewässerungsbehörde gibt an, auf mögliche El-Niño-Bedingungen im Jahr 2026 vorbereitet zu sein und verstärkt landesweit das Wassermanagement sowie die Dürrehilfe in gefährdeten Gebieten. Die Behörde warnte, dass unterdurchschnittliche Niederschläge die Wasserversorgung beeinträchtigen könnten. Die Niederschlagsmenge von Jahresbeginn bis Mitte April lag 57 % unter dem Normalwert. Trotzdem sind die Stauseepegel weiterhin ausreichend, um die unmittelbaren Risiken zu mindern.
Das Smart Water Operation Centre des Ministeriums gab bekannt, dass Thailand voraussichtlich Mitte des Jahres in eine El-Niño-Phase eintreten wird, die typischerweise mit trockeneren Bedingungen einhergeht. Derzeit sind die Wasserspeicher in großen und mittelgroßen Stauseen mit über 47,18 Milliarden Kubikmetern gefüllt, was 62 % der Gesamtkapazität entspricht. Dies sind rund 1,99 Milliarden Kubikmeter mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Behörden beobachten die Wetterlage genau und planen die Wassernutzung im Voraus.
Offizielle Stellen gaben an, dass die Lage zwar insgesamt unter Kontrolle sei, geringere Niederschläge in Verbindung mit steigendem Bedarf jedoch zu Engpässen führen könnten, insbesondere in Gebieten außerhalb der Bewässerungszonen. In der laufenden Trockenzeit wurden bereits über 29,85 Milliarden Kubikmeter Wasser verbraucht, was 89 % der geplanten Zuteilung entspricht. Im Einzugsgebiet des Chao Phraya wird die Wasserverteilung sorgfältig gesteuert, um den Bedarf zu decken und gleichzeitig Reserven für die kommende Regenzeit zu sichern.
Die Behörde arbeitet mit dem Nationalen Wasserressourcenamt, dem thailändischen Wetterdienst und den lokalen Behörden zusammen, um die Lage zu beurteilen und die Pläne entsprechend anzupassen. Zu den Maßnahmen gehören die zweijährige Vorausplanung des Wassermanagements, die Verbesserung der Speicherkapazität während der Regenzeit, die Kontrolle der Wasserabgabe, die Anpassung des Anbaus und die Förderung von Maßnahmen zur Reduzierung, Wiederverwendung und zum Recycling, um die Effizienz zu steigern.
Die Behörden haben die Hilfsmaßnahmen in dürregefährdeten Gebieten verstärkt und über 6.700 Maschinen, Pumpen und Wassertransporter bereitgestellt. Davon sind bereits 597 Einheiten in 46 Provinzen im Einsatz. Ein Beschäftigungsprogramm für Bewässerungsprojekte hat mehr als 47.856 Arbeiter eingestellt und bietet ihnen Einkommenssicherung sowie Unterstützung bei der Bewältigung der dürrebedingten Herausforderungen.

Die Überwachung der Wasserqualität in den großen Flüssen wird fortgesetzt. Die Salzgehalte liegen weiterhin im Normbereich und sind somit unbedenklich für Trinkwasser und Landwirtschaft. Behördenvertreter gaben an, sowohl die Wassermenge als auch die Wasserqualität kontinuierlich zu überwachen und die Bewirtschaftungspläne entsprechend anzupassen, um eine ausreichende Versorgung zu gewährleisten und künftige Engpässe zu minimieren.
Die Zeitung „The Nation“ berichtete, dass die Königliche Bewässerungsbehörde die Wetterbedingungen und Wasserreserven im Zuge der erwarteten El-Niño-Phase weiterhin genau beobachten werde. Anpassungen der Wasserverteilung und der Wassersparmaßnahmen seien im Laufe des Jahres zu erwarten.
- Quelle: ASEAN Now, The Nation Thailand