Thailand überprüft sein visumfreies Einreiseprogramm für 60 Tage und wird die pauschale Regelung für alle berechtigten Länder voraussichtlich abschaffen. Die Regierung will die Kontrollen verschärfen, Missbrauch eindämmen und ihre Tourismusstrategie auf qualitativ hochwertigere und länger verweilende Besucher ausrichten

Thailand will die visumfreie Aufenthaltsdauer von 60 Tagen beenden, um unerwünschte Besucher fernzuhalten.

BANGKOK. Thailand überprüft sein 60-tägiges visafreies Einreiseprogramm und bereitet Maßnahmen zur Ankurbelung des Inlandstourismus vor, da die Regierung ihren Fokus auf qualitativ hochwertigere und länger verweilende Reisende verlagert.

Thailand überprüft sein visumfreies Einreiseprogramm für 60 Tage und wird die pauschale Regelung für alle berechtigten Länder voraussichtlich abschaffen. Die Regierung will die Kontrollen verschärfen, Missbrauch eindämmen und ihre Tourismusstrategie auf qualitativ hochwertigere und länger verweilende Besucher ausrichten. Tourismus- und Sportminister Surasak Phancharoenworakul erklärte, die Überprüfung sei das Ergebnis von Gesprächen zwischen dem Außenministerium, den Sicherheitsbehörden und dem Ministerium für Tourismus und Sport.

Surasak erklärte, Hauptziel der Visareform sei es, das System als erste Vorauswahl zu nutzen, Probleme mit unerwünschten Besuchern zu reduzieren und sich stärker auf Reisende zu konzentrieren, die langfristig einen größeren Mehrwert für Wirtschaft und Gesellschaft schaffen. Derzeit werde man sich von der visumfreien Aufenthaltsdauer von 60 Tagen lösen und zu einem besser geeigneten, länderspezifischen Rahmen zurückkehren, während längere Aufenthalte über andere Visakanäle weiterhin ermöglicht würden.

Er erklärte, die während der Testphase erhobenen Daten zeigten, dass rund 90 % der Touristen nicht länger als 30 Tage in Thailand bleiben. Dies deute darauf hin, dass ein kürzerer visumfreier Aufenthalt das tatsächliche Reiseverhalten besser widerspiegeln würde. Die Regierung prüfe daher, ob die derzeitige Aufenthaltsdauer von 60 Tagen noch angemessen sei. Besucher, die länger bleiben möchten, könnten andere Visakategorien wie das Destination Thailand Visa nutzen, das Aufenthalte von bis zu 180 Tagen ermöglicht.

Thailand will die visumfreie Aufenthaltsdauer von 60 Tagen beenden, um unerwünschte Besucher fernzuhalten.

 

Thailand überprüft sein visumfreies Einreiseprogramm für 60 Tage und wird die pauschale Regelung für alle berechtigten Länder voraussichtlich abschaffen. Die Regierung will die Kontrollen verschärfen, Missbrauch eindämmen und ihre Tourismusstrategie auf qualitativ hochwertigere und länger verweilende Besucher ausrichten
Thailand überprüft sein visumfreies Einreiseprogramm für 60 Tage und wird die pauschale Regelung für alle berechtigten Länder voraussichtlich abschaffen. Die Regierung will die Kontrollen verschärfen, Missbrauch eindämmen und ihre Tourismusstrategie auf qualitativ hochwertigere und länger verweilende Besucher ausrichten

 

Der Minister erklärte außerdem, das Außenministerium habe bereits Gespräche zu diesem Thema geführt und werde die Angelegenheit dem Kabinett vorlegen, da die bestehende Regelung durch einen früheren Kabinettsbeschluss genehmigt worden sei. Er betonte, das übergeordnete Ziel sei ein nachhaltiges Tourismuswachstum, das auf Sicherheit, Vertrauen und einer umweltfreundlicheren Entwicklung basiere, damit der Tourismus den lokalen Gemeinschaften und der Gesamtwirtschaft konkrete Vorteile bringe.

Surasak äußerte sich zu Online-Diskussionen über Ausländer mit Langzeitaufenthaltsgenehmigungen und erklärte, dass jede Visakategorie einer sorgfältigen Prüfung durch das Außenministerium und die Sicherheitsbehörden unterliege, einschließlich der Überprüfung von Investitionen und Belegen. Er betonte, dass jegliches nachgewiesene Fehlverhalten oder Steuerhinterziehung untersucht und gemäß den geltenden Gesetzen streng geahndet werde.

Neben der Visareform, so erklärte er, bereite die Regierung auch schnell umsetzbare Maßnahmen zur Ankurbelung des Inlandstourismus vor. Dazu gehörten neue Förderprogramme nach dem Vorbild früherer Tourismusfördermaßnahmen sowie mögliche Steuersenkungen, um die Reisekosten innerhalb Thailands zu reduzieren. Er fügte hinzu, die Regierung wolle Tourismusunternehmen unterstützen und die Aus- und Weiterbildung von Beschäftigten in der Tourismusbranche stärker fördern.

 

  • Quelle: The Nation Thailand