BANGKOK. Am 22. April erreichte die Feinstaubbelastung (PM2,5) in 38 Provinzen rote Grenzwerte, wobei der Norden am stärksten betroffen war, da dort Hotspots und grenzüberschreitender Smog neue gesundheitliche Bedenken hervorriefen.
Die Luftqualität in Thailand gab auch am Mittwoch (22. April) weiterhin Anlass zu großer Sorge. In vielen Gebieten, insbesondere im Norden, überschritten die PM2,5-Werte den Grenzwert; dort wurden Spitzenwerte von 125,4 Mikrogramm pro Kubikmeter gemessen.
Nach Angaben des Centre for Air Pollution Mitigation (CAPM) lagen die PM2,5-Werte um 17 Uhr in 38 Provinzen landesweit über dem Sicherheitsstandard.
Im Norden, der am stärksten betroffen war, wurden in den meisten Gebieten PM2,5-Werte über dem Grenzwert gemessen, mit Werten zwischen 43,8 und 125,4 Mikrogramm pro Kubikmeter. In mehreren Provinzen, darunter Chiang Rai, Chiang Mai, Mae Hong Son, Lamphun und Lampang, wurde eine erhöhte Luftverschmutzung (rote Warnstufe) gemeldet.
Im Nordosten lagen die PM2,5-Werte in den meisten Gebieten über dem Grenzwert, mit Messwerten zwischen 22,0 und 72,2 Mikrogramm pro Kubikmeter.
In den zentralen und westlichen Regionen wurden ebenfalls PM2,5-Werte über dem Grenzwert in den meisten Gebieten gemessen, mit Werten zwischen 25,5 und 60,9 Mikrogramm pro Kubikmeter.
In Bangkok und den umliegenden Provinzen war die Luftqualität mäßig, die Messwerte lagen zwischen 18,7 und 33,8 Mikrogramm pro Kubikmeter.
Im Osten und Süden wurde eine sehr gute Luftqualität gemessen.
Die Behörden gaben an, die hohe Anzahl an Hotspots sei weiterhin die Hauptursache. Daten des Suomi-NPP-Satelliten, die das VIIRS-System nutzten, zeigten am 21. April 1.284 Hotspots in ganz Thailand.
Die höchste Anzahl wurde in geschützten Waldgebieten mit 709 Hotspots festgestellt, gefolgt von nationalen Schutzwäldern mit 299 und landwirtschaftlichen Flächen mit 174.
Auch in den Nachbarländern wurden weiterhin hohe Zahlen an Smog-Hotspots verzeichnet. Myanmar meldete mit 1.810 die höchste Gesamtzahl, gefolgt von Laos und Vietnam, was zu grenzüberschreitendem Smog in Thailand beitrug.

In der Sieben-Tage-Vorhersage für den Zeitraum vom 23. bis 29. April warnten die Behörden, dass in 17 nördlichen Provinzen eine genaue Überwachung erforderlich sei, da die PM2,5-Werte zwischen dem 23. und 25. April voraussichtlich weiter ansteigen würden. Auch in den zentralen und westlichen Regionen wird ein stetiger Anstieg der Luftverschmutzung im Laufe der Woche prognostiziert.
Im Gegensatz dazu wird erwartet, dass sich die Lage in Bangkok, den umliegenden Provinzen und im Nordosten allmählich verbessert, wobei Anzeichen einer Abschwächung der Staubbelastung erkennbar sind.
Da die PM2,5-Werte die rote Kategorie erreicht haben und somit ein Gesundheitsrisiko darstellen, wird der Bevölkerung empfohlen, sich weniger im Freien aufzuhalten. Wer das Haus verlassen muss, wird dringend gebeten, eine FFP2-Maske zu tragen.
Besonders gefährdete Gruppen, darunter Kinder, ältere Menschen, Schwangere und Menschen mit Vorerkrankungen, wurden aufgefordert, das Haus nicht zu verlassen. Wer Symptome wie Husten, Atembeschwerden oder Augenreizungen verspürt, sollte umgehend ärztlichen Rat einholen.
Die Öffentlichkeit kann die neuesten Informationen zur Luftqualität über die Websites und Anwendungen von Air4Thai und AirBKK abrufen, während Hotspot-Updates über die Katastrophenüberwachungsplattform von GISTDA verfügbar sind.
- Quelle: The Nation Thailand