Auch in Thailand fallen Facebook-Nutzer immer wieder auf Betrüger herein

pch Phuket. Es ist absolut unglaublich, dass trotz Warnungen und Hinweisen es immer wieder gelingt, unter anderem via Facebook, Leute zu betrügen. Es ist, wie wenn die Leute Facebook einschalten, und dabei gleichzeitig das Hirn ausschalten. Und dabei jeglichen Sinn für die Realität vergessen. Doch lesen sie die Räubergeschichte selbst und urteilen sie dann.

Pol Lt Cap Somboon Malai, der Diensthabende Offizier der Polizeistation Wichit, erhielt eine Anzeige der 43-jährigen Frau Paisuda Damrongchonlatee. Sie erklärte, dass sie von einem Fremden, mit dem sie über Facebook Kontakt hatte, um mehr als zwei Millionen Baht betrogen wurde.

Frau Paisuda erzählte den Beamten, dass ein westlicher Mann namens „Nick Holly“ mit ihr über viele Monate in Kontakt stand und sie Freunde wurden. Sie tauschten ihre Telefonnummern aus und der Mann versucht dann, sie zu treffen. Er sagte ihr weiter, dass er ihr Schokolade, ein IPhone sowie etwas Besonderes als Zeichen ihrer guten Freundschaft schicken werde. Sie könne seine Bestellung im Internet sehen. Sie besuchte die von ihm angegeben Onlineshop Seite und sah, dass es da eine Bestellung gab.

Am 11.Oktober wurde sie von einer Thai kontaktiert. Sie gab sich als Beamte in Malaysia aus und erklärte, dass man ein Paket an sie adressiert, geprüft habe. Man habe ein IPhone, Schokolade und 270.000 englische Pfund in bar im Paket entdeckt. Die Verwaltung müsse nun prüfen, ob alles seine Richtigkeit habe, vor allem der Ursprung des Geldes müsse überprüft werden.

Das werde dauern und könnte Probleme machen, sagte die Unbekannte weiter. Allerdings könnte man das Ganze beschleunigen, wenn sie 20.000 Baht überweise, um den Fall zu beschleunigen. Die Gier siegte und sie transferierte das Geld auf ein Konto, dass die unbekannte Dame ihr angab.

Am 27.Oktober rief die gleiche Frau wieder an, und behauptete, dass Interpol auf den kleinen illegalen Deal aufmerksam geworden sei und nun die Frau aus Phuket beschuldige, eine ungesetzliche Handlung begangen zu haben. Interpol sei daran, sie zu verhaften und strafrechtlich zu belangen. Man könne das abwenden, es sei aber teuer. Sie müsse zwei Millionen Baht überweisen, damit der Fall erledigt werden könne. Nun siegte bei der Dame aus Phuket die Angst wegen ihrer Gier, denn im Hinterkopf hatte sie immer noch die 270.000 Pfund aus dem Paket. Sie überwies die geforderte Summe auf die gewünschten Konten. Die Geschenke trafen jedoch nicht ein.

Die Betrüger versuchten es noch einmal, um weitere zwei Millionen zu kassieren. Doch nun hatten sie Pech, weil das Opfer kein Geld mehr hatte. Die Frau vertraute sich endlich einem Freund an, der sie sofort zur Polizei brachte, weil er sich sicher war, da waren Betrüger am Werk.

Die Polizei geht davon aus, dass es jemand aus ihrem Bekanntenkreis sein könnte. Denn Frau Paisuda hatte vor kurzem Land im Wert von 7 Millionen Baht verkauft. Mit dem Geld habe sie eine Schuld von fünf Millionen zurück bezahlt und besaß danach noch zwei Millionen Baht. Diese Informationen müsse ziemlich sicher ein Insider gehabt haben. Die Polizei wird die Untersuchung dieser Angelegenheit fortsetzen und hofft, diese Bande vor Gericht bringen zu können.