Bestechungs- und Sexskandal um die US-Marine auf Phuket bekommt neuen Zündstoff

pp Phuket. Im Oktober 2013 berichtete die Internationale Presse über einen Betrugs- und Sexskandal, bei dem vor allem die US-Navy in den Jahren 2011 und 2012 um rund 20 Millionen US-Dollar betrogen wurde. Hauptfigur in dem Betrug war der in Singapur ansässige Inhaber und Geschäftsführer einer Firma, die logistische Aufgaben für die US-Navy abwickelte, der 58-jährige Leonard Glenn Francis.

Wie vom Thailand-TIP berichtet, hatte Glenn Francis es durch Bestechung von Offizieren verstanden, dass Schiffe der US-Navy immer wieder den als „Perle“ beschriebenen Hafen von Phuket anliefen. Dabei sollen Millionen Beträge in die Kassen der in Singapur ansässigen Firma geflossen sein.

„Fat Leonard Francis“ hatte es dabei gut verstanden, die Offiziere der Navy mit Geld, Sex, Partys und Geschenken von Phuket als Ankerplatz für die Marine zu überzeugen.

Jetzt enthüllte der 44-jährige Leutnant Commander Todd Dale Malaki, der bei der Navy für die Unterstützung und Logistik der Schiffe im asiatischen Raum zuständig war, weitere pikante Details über die Bestechungsversuche von Fat Francis.

Zunächst gab er zu, zweimal Umschläge mit jeweils 1.500 US-Dollar und die Dienste einer Prostituierten nach dem Besuch einer Karaoke Bar in Malaysia erhalten zu haben. Dafür sollte er die Schiffe der US-Navy zum Auftanken in den Hafen von Phuket und Port Klang in Malaysia dirigieren. Hier wurden der Rechnungsstelle der US-Marine dann vollkommen überhöhte Rechnungen präsentiert.

In den jüngsten Enthüllungen wird berichtet, dass Francis einen sehr opulenten Lebensstil führte. Eines seiner Häuser in Singapur soll ein 28.000 Quadratmeter großes Herrenhaus am Ende einer fantastischen Straße sein. Andere Häuser in dieser Gegend werden für 30.000 US-Dollar im Monat vermietet.

Das Haus hat drei Stockwerke und wird von drei Dienstmädchen betreut. Hier soll Fat Francis so extravagante Weihnachtsfeiern organisiert haben, dass gleich der gesamte Verkehr auf der Straße zum Erliegen kam.

Laut Schätzungen der lokalen Presse soll alleine die Dekoration für jede einzelne Party um die 100.000 US-Dollar gekostet haben. Natürlich wurden dazu auch Prostituierte eingeladen und die Gäste mit Geschenken überhäuft. Neben Konzertkarten für Lady Gaga erhielten die Besucher auch iPads und weitere wertvolle Geschenke.

Obwohl bisher immer noch nicht alle Einzelheiten geklärt sind wird schon jetzt von einem Betrag von 20 Millionen US-Dollar gesprochen. Der Assistent der Staatsanwaltschaft General Leslie Caldwell sagte: „Es ist beunruhigend und enttäuschend, wie viele Marineoffiziere der Korruption zum Opfer gefallen sind. Dabei sind unsere Untersuchungen immer noch nicht abgeschlossen“.

Im Forum.Thailand-TIP.com finden sie weitere Bilder und Meldungen zu US-Kriegsschiffen vor Phuket.

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