Farmer halten sich nicht an die Anordnung der Regierung und pumpen weiter Wasser auf ihre Felder

Farmer halten sich nicht an die Anordnung der Regierung und pumpen weiter Wasser auf ihre Felder

Bangkok. Nachdem die Regierung versucht, zumindest die Wasserversorgung für das Trinkwasser aufrecht zu halten, werden aus den vier großen Staudämmen täglich nur noch 18 Millionen Kubikmeter Wasser anstatt 28 Millionen Kubikmeter Wasser abgelassen. Die Regierung möchte, dass die Wasserversorgung nur noch für den Verbrauch und für Trinkwasser verwendet wird.

Die Landwirte, die ihre Felder bestellen müssen oder wollen, gehen dabei trocken aus. Damit sind die Farmer nicht einverstanden und haben alleine in Nakhon Sawans Stadtteil mehr als 60 schwere Pumpen am Ufer des Chao Phraya (siehe Foto) platziert. Damit pumpen sie öffentliches Wasser auf ihre von der Dürre bedrohten Felder.

Die Bauern argumentieren damit, dass ihre Reisfelder und die Ernte einen enormen Schaden erleiden, wenn ihr Ackerland nicht mit Wasser versorgt wird. Chinnakorn Kriangyakul, der Chef der Verwaltungsorganisation erklärte dazu weiter, dass die Regierung früher grünes Licht für die Bauern zum Anpflanzen gegeben habe. Die Bauern hatten sich darauf verlassen und ihre Felder bestellt. Jetzt wird ihnen gesagt, dass es kein Wasser mehr gibt und ihre Arbeit also umsonst gewesen ist. Von den finanziellen Folgen ganz zu schweigen.

„Die Reiskulturen sind jetzt ein oder zwei Monate alt und brauchen dringend Wasser“, sagte Herr Chinnakorn. „Die Beamten sollen sich Gedanken über die landwirtschaftlichen Flächen machen und versuchen, für die betroffenen Landwirte eine Lösung zu finden“

In der nahe gelegenen Provinz Phichit haben die Landwirte ebenfalls zahlreiche Pumpen zur Bewässerung ihrer Felder aufgestellt. Sie leiten das Wasser aus einem Bewässerungskanal um und wollen damit ihre mehr als 50.000 Rai Reisfelder bewässern. Die Pumpen laufen mittlerweile rund um die Uhr um noch mehr Wasser für die Felder „abzugreifen“.

Im Stadtteil Hankha von Chai Nat sieht es ähnlich aus. Auch hier haben die Bauern damit begonnen, Wasser aus dem Tha Chin auf ihre Felder zu pumpen. Sie wollen ebenfalls ihre 2.000 Rai Reisfelder vor der Dürre retten. Die Einheimischen haben sich zusammengetan und 29.500 Baht unter sich gesammelt. Damit soll der Kraftstoff für die Wasserpumpen bezahlt werden.

Einige Bauern haben ihre letzten Ersparnisse hergegeben um den Treibstoff für die Wasserpumpen bezahlen zu können. Sollte ihnen jetzt der „Hahn zugedreht“ werden, waren alle ihre Bemühungen und Investitionen umsonst, gab einer der betroffenen Bauern zu bedenken.

Im Stadtteil Thanyaburi in Pathum Thani haben sich ebenfalls mehr als 100 Bewohner zusammengetan und den Eingang des Klong 7, der den Klong Rangsit Prayoonsak mit Wasser versorgt, mit Sandsäcken gesperrt. Sie brauchen das Wasser für ihre Obstplantagen und ihre Reisfelder, da sie ansonsten ebenfalls mit enormen Verlusten konfrontiert werden.

In Ayutthaya erklärte ein Bauer, dass er sich bereits Geld geliehen habe, um zu einem Preis von 800 Baht das Wasser per Wasserwagen auf seine Felder zu pumpen. Wenn er das nicht tut, sind 40 Rai Reisfelder zum Verdorren verurteilt, sagte er.

Er bezieht sein Wasser normalerweise aus dem Kanal 7. Der Kanal ist aber mittlerweile ebenfalls leer, da das Wasser bereits von seinen landwirtschaftlichen Kollegen oberhalb des Kanals abgezapft wurde. Die Krise breitet sich immer weiter aus und die Bauern nehmen sich mittlerweile gegenseitig das Wasser weg.

In Suphan Buri haben einige Landwirte den Kampf bereits aufgegeben und müssen schweren Herzens zusehen, wie rund 98% ihrer Reispflanzen kaputtgehen.

Am Donnerstag wurden weitere Schritte eingeleitet und alle 333 Bewässerungspumpstationen entlang des Chao Phraya weiter heruntergefahren. Laut dem Generaldirektor der königlichen Bewässerungsabteilung (RID) wird das verbleibende Wasser gebraucht, um die Vorräte für die nachgelagerte Leitungswasser Produktion zu sichern.

Innenminister Anupong Paochinda hat ebenfalls reagiert und Verwaltungs- und Militäroffiziere eingesetzt, um die Pumpstationen zu überwachen. „Das Schließen der Pumpstationen ist notwendig. Wir müssen das System „auf Null“ setzen, da schon jetzt das Wasser unzureichend ist“. Dabei machte er auch die Landwirte, die Wasser für ihre Betriebe gehortet hatten, für das Problem verantwortlich.

Laut seinen Angaben sind geschätzte 1,48 Millionen Rai Reisfelder durch die Wasserknappheit im Chao Phraya Fluss Becken betroffen. Suphan Buri, Nakhon Sawan, Phitsanulok und Pathum Thani gehören zu den am stärksten betroffenen Provinzen

Premierminister Prayut Chan-ocha sagte, dass die Regierung versucht, die Bauern von der Notwendigkeit zu überzeugen, vom Reisanbau auf andere Kulturen zu wechseln.