Bangkoks Polizisten sollen die Nummernschilder und die Gesichter ihrer Chefs auswendig lernen und sie nicht mehr auf der Straße belästigen

Bangkoks Polizisten sollen die Nummernschilder und die Gesichter ihrer Chefs auswendig lernen und sie nicht mehr auf der Straße belästigen

Bangkok. Nachdem der Kommandant der Stadtpolizei bei einer Verkehrskontrolle angehalten und um einen Alkoholtest gebeten wurde, sind die Beamten angehalten, sich die Gesichter und die Nummernschilder ihrer Vorgesetzten zu merken und sie nicht mehr anzuhalten.

Polizei Generalleutnant Sriwarah Rangsipramkul, der Kommandant der Stadtpolizei Bangkok wurde bei einer Verkehrskontrolle von einem Kollegen angehalten und um einen Alkoholtest gebeten. Der Polizeichef war außer Dienst und in Zivil unterwegs, als er an einem Kontrollpunkt gestoppt wurde.

„Obwohl ich dem Beamten fünf Mal gesagt habe, dass ich nüchtern bin, bestand er auf einem Alkoholtest“, beschwerte sich Herr Sriwarah später. „Irgendwann war es mir zu viel und ich stieg aus meinem Auto und gab mich zu erkennen“, sagte er weiter. „Dann habe ich den Beamten kritisiert“, erklärte er gegenüber Reportern.

Am Samstag hat dann Generalmajor Thanapon Techatanon, ein Senioroffizier der Verkehrspolizei alle Verkehrspolizisten gebeten, sich mit ihren Vorgesetzten vertraut zu machen um ähnliche Vorfälle in der Zukunft zu vermeiden.

„Ich habe alle Freiwilligen und Polizisten angewiesen, Gesichter, Namen und Nummernschilder ihrer Vorgesetzten auswendig zu lernen, so dass dieser Fehler nicht noch einmal passieren kann“, sagte er.

Außerdem fügte er hinzu, dass alle ehrenamtlichen Verkehrspolizisten eine kurze Überprüfung bestehen müssen, um zu sehen, ob sie qualifiziert sind.

„Sie müssen höflich sein und sanft mit den Menschen umgehen“, sagte er. „Sie müssen auf die Kleidung und auf die Art und Weise achten, wie die Menschen sprechen. Verwenden die Leute zum Beispiel zu viel Parfüm, um einen Alkoholgeruch zu verbergen, wäre das ein Grund, um einen Alkoholtest durchzuführen“.

„Außerdem sollten sie den Personen danken, die einem Alkoholtest zustimmen und nicht positiv auf Alkohol getestet wurden“, sagte er weiter.

Die Höchststrafe für das Fahren unter Alkoholeinfluss ist in Thailand ein Jahr Gefängnis, eine Geldstrafe von 20.000 Baht und die Aufhebung des Führerscheins. Verweigert eine Person einen Alkoholtest, kann er ebenfalls mit einer Höchststrafe von bis zu einem Jahr Gefängnis rechnen.

Im Gespräch mit Journalisten erklärte Generalleutnant Sriwarah, dass Verkehrspolizisten in der Lage sein sollten, einen betrunkenen Autofahrer zu erkennen.

„Nach einem Gespräch von ein bis zwei Minuten mit jemandem der nüchtern ist, sollten die Beamten erkennen, ob die Person nach Alkohol riecht oder nicht. Dann sollte der Beamte seine Entscheidung treffen und nicht nur einfach nach dem Zufallsprinzip kontrollieren“, sagte er weiter.

Er betonte noch einmal: „Es war nicht richtig mich auf Alkohol zu testen, da ich keinen getrunken hatte. Was sollen normale Menschen denken, die so eine Erfahrung machen“?, fragte er. „Ich habe angeordnet, dass so ein Zwischenfall nicht noch einmal passieren darf“.

 

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