Strafgericht hat einen Haftbefehl gegen den Abt des Dhammakaya Tempel erlassen

Grenzübergänge sind auf eine mögliche Flucht des „Milliarden-Abt“ Phra Dhammachayo vorbereitet

Bangkok. Um nicht noch einen „wertvollen“ Mönch zu verlieren, hat das Department of Special Investigation (DSI) in Zusammenarbeit mit der Einwanderungsbehörde alle 118 Grenzübergänge angewiesen, ihre Personenkontrollen zu verschärfen. Diese Vorsichtsmaßnahme soll verhindern, dass sich der verdächtige Abt, Phra Dhammachayo, des Tempels Phra Dhammakaya, trotz seiner angeblich schweren Krankheit ins Ausland absetzen kann.

Da DSI vermutet, dass sich der verdächtige Abt Phra Dhammachayo genau wie sein als „Louis Vuitton-Mönch“ bekannter Kollege Luang Pu Nenkham mit Millionen von Baht ins Ausland absetzen und dort untertauchen könnte. Luang Pu Nenkham war 2013 in die Fänge der Justiz geraten, nachdem von ihm Bilder in einem Privatjet im Internet veröffentlicht wurden.

Luang Pu Nenkham

Luang Pu Nenkham

So ganz nebenbei fiel dabei eine Louis Vuitton Tasche des Mönchs auf, die mit dicken US-Dollar Banknoten gefüllt war. Die Geschichte ging mehrere Wochen durch die Presse.

Polizei Generalleutnant Natthathorn Prohsunthorn, ein Kommissar der Einwanderungsbehörde sagte am Freitag, dass die Vorstrafen des bedrängten Abt und weitere Einzelheiten seines Haftbefehls in das Computersystem des Präsidiums eingetragen wurde.

Sollte der Mönch nun an einem der 118 Grenzübergänge versuchen, das Land zu verlassen, würde der Computer sofort eine Warnmeldung herausgeben, sagte Generalleutnant Natthathorn.

Der Mönch hatte bereits mehrfach die Anordnung des DSI zu einem Verhör missachtet und durch seinen Anwalt mitteilen lassen dass er zu krank sei, um sich auf eine Reise zum Hauptquartier des DSI zu begeben. Zum Schluss hatte er sogar ein ärztliches Attest des Panurangsee Armeekrankenhaus in Ratchaburi vorgelegt das ihm bestätigte, dass er sehr krank und Reiseunfähig sei.

Das DSI hatte dieses Attest angezweifelt und dabei bemerkt, dass das Armeekrankenhaus in Ratchaburi und der Tempel des Abts mehr als 100 Kilometer voneinander entfernt sind. Wenn der Abt mehr als 100 Kilometer bis in das Krankenhaus reisen kann, dann müsste es ihm auch möglich sein, im Hauptquartier des DSI zu erscheinen, zumal dieser Weg wesentlich kürzer ist, argumentierten die Mitarbeiter des DSI.

Eine informierte Quelle des DSi bestätigte nun, dass der Direktor des Panurangsee Armeekrankenhaus in Ratchaburi auf Anfrage des DSI mitgeteilt hat, dass das Attest, dass die Krankheit von Phra Dhammachayo und seine Reiseunfähigkeit bestätigen, von dem stellvertretenden Direktor der Klinik ausgestellt wurde.

Gleichzeitig fügte er hinzu, dass dieses Attest illegal sei, da sich der verdächtige Phra Dhammachayo noch nie zur Behandlung oder zur Untersuchung in dem Armeekrankenhaus aufgehalten habe.

Die Untersuchungen des DSI laufen in dem Fall nach wie vor auf Hochtouren.