Offensichtlich hat immer noch die Mafia auf Phuket das Sagen über den Laem Singh Strand

Offensichtlich hat immer noch die Mafia auf Phuket das Sagen über den Laem Singh Strand

Phuket. Anfang Februar berichteten wir über den unglaublichen Vorfall am Laem Singh Strand auf Phuket, bei dem ein offiziell eingesetzter Rettungsschwimmer mitsamt seinem von der Regierung zur Verfügung gestellten Rettungszelt von einheimischen Strandverkäufern „unmissverständlich aufgefordert„ wurde, seinen Platz zu räumen.

Die Anbieter hatten den Rettungsschwimmer aufgefordert, sein von der Regierung aufgestelltes Rettungszelt zu entfernen, da der öffentliche Platz, auf dem das Zelt aufgestellt wurde, angeblich ihnen gehören soll.

Sonnenschirmverleiher vertreiben Rettungsschwimmer am Laem Singh Strand

Sonnenschirmverleiher vertreiben Rettungsschwimmer am Laem Singh Strand

Wie von uns berichtet, tauchte gleich eine ganze Gruppe von Strandverkäufern bei dem freiwilligen Rettungsschwimmer in seinem vom weitem gut sichtbaren mit „Lifeguard“ (Rettungsschwimmer) gekennzeichneten gelben Zelt auf und erklärten ihm, dass er diesen Platz nicht nutzen dürfte. Nur sie wären dazu berechtigt, diesen Platz zu nutzen um hier ihre Sonnenschirme und ihre Matratzen an die Touristen und die Einheimischen am Laem Singh Strand zu vermieten.

Aus Angst vor einer heftigen Konfrontation mit den aufgebrachten Strandverkäufern zerlegte der verängstigte Rettungsschwimmer sein Zelt und beendete für diesen Tag seine lebensrettende Arbeit am Laem Singh Strand. Zum Glück verlief die ganze Aktion ohne weitere Komplikationen für den freiwilligen Rettungsschwimmer.

Wer nun dachte, das sich die Behörden, die Polizei oder die Marine um den Fall kümmert, und das Zelt am nächsten Tag wieder aufgebaut wird und der Rettungsschwimmer seine für die Badegäste lebensrettende Arbeit wieder aufnehmen kann, hat sich leider verrechnet.

Laem Singh Strand

Laem Singh Strand

Das Fehlen jeglicher Reaktion von offizieller Seite deutet eindeutig darauf hin, wer hier an den öffentlichen Stränden tatsächlich das sagen hat. Der Kampf der Regierung, die schönen Strände vor den Kräften der Korruption zu retten ist zweifellos so unerbittlich und schwierig, wie der aussichtslose Kampf gegen den Klimawandel.

Der anhaltende Strandeinbruch in Laem Singh ist gut dokumentiert und unbestreitbar. Von der Regierung als eine der unberührten und öffentlichen Strände von Phuket deklariert, hat die jüngste Hochsaison Laem Singh erneut privatisiert und durch selbstbeschriebene „Einheimische“ Strandverkäufer monopolisiert.

Die jüngsten Entwicklungen im Laem Singh Strand Fall zeigen klar und deutlich, wer hier ganz offensichtlich das sagen hat.

Dabei rechtfertigen gerade die jüngsten Entwicklungen dringende Maßnahmen, um ein Beispiel zu setzen, dass alle Inselstrände, wie großspurig von den Verantwortlichen auf Phuket angekündigt wurde, öffentliches Eigentum sind und mit angemessenem, offenem und freiem öffentlichem Zugang auf Dauer bleiben sollten.

Aber anscheinend gilt das nicht für den Laem Singh Strand auf der Insel. Diese Situation ist für die Einheimischen und die Besucher auf Phuket allerdings nichts Neues.

Allerdings ist dieser erneute Zwischenfall besonders deswegen so deprimierend, weil er gerade erst nach einem schmerzlich notwendigen „Neustart“ auf der Insel kommt, der schon einen langen Weg und verwinkelten Weg hinter sich hat. Die Armee hat in vielen, für die Strandverkäufer und für die Badegäste unbeliebten Aktionen, die Strände wieder geräumt und allgemein als öffentliches, für jedermann zugängliches Land deklariert.

Das nur wenige Wochen später, viele Strände auf Phuket fast schon wieder genauso wie vor der Räumung von der Strand Mafia belegt wurden, zeigt mehr als deutlich, dass die Verwaltung auf Phuket anscheinend nicht in der Lage ist, ihre eigenen aufgesetzten Regeln auch tatsächlich in die Tat umzusetzen.

Der anhaltende Eingriff in Laem Singh ist eine direkte Herausforderung für diese Bemühungen und macht die bisher erzielten Fortschritte eindeutig zunichte.

Um einen wichtigen Präzedenzfall zu erhalten, ist die nationale Regierung am Strand von Patong erfolgreich gegen die Sonnenliegen vorgegangen. Am Strand von Laem Singh sieht es dagegen anders aus.

Vielleicht liegt es aber auch daran, dass Laem Singh nur ein kleiner Strand auf dem großen Radar der Regierung ist und deshalb nicht deutlich genug erkannt oder beachtet wird.

In einem Ertikel fordert die lokale Phuket Gazette die Regierung auf, die Situation zu erkennen und so schnell wie möglich wieder zu beheben.

Entfernen sie alle eindeutig illegalen Strandmöbel und geben sie uns zu unserer eigenen Sicherheit die Rettungsschwimmer zurück. Wenn sie schon einmal dabei sind, sollten auch alle Jet-Ski verboten werden. Bitte lassen sie es nicht zu, dass Diebe, Verbrecher und Spottdrosseln der Verwaltung auf Phuket ihre Würde raubt.

 

  • Quelle: Phuket Gazette