Die thailändische Zivilluftfahrtbehörde (CAAT) hat Nok Air angewiesen, den internationalen Flugbetrieb und die Streckenerweiterung aus Sicherheitsgründen einzustellen. Die Fluggesellschaft stellte jedoch klar, dass ein problematisches Triebwerk bereits ausgebaut und ersetzt worden sei.

Internationale Flüge von Nok Air ausgesetzt

BANGKOK. Die Thailändische Regulierungsbehörde fordert den „Billigflieger“ Nok Air auf, Sicherheits- und Personalbedenken auszuräumen.

Die thailändische Zivilluftfahrtbehörde (CAAT) hat Nok Air angewiesen, den internationalen Flugbetrieb und die Streckenerweiterung aus Sicherheitsgründen einzustellen. Die Fluggesellschaft stellte jedoch klar, dass ein problematisches Triebwerk bereits ausgebaut und ersetzt worden sei.

Nok Air bietet derzeit keine internationalen Flüge an, da Nebensaison ist. In der Hochsaison bedient das Unternehmen drei Ziele in China und zwei in Indien.

Die Anordnung zur Aussetzung internationaler Flüge war in einem Brief vom 25. August an den Vorstandsvorsitzenden der thailändischen Billigfluggesellschaft enthalten, in dem Mängel im Betrieb, darunter personelle Zwischenfälle und Probleme mit der Flugleistung, angeführt wurden.

 

Die thailändische Zivilluftfahrtbehörde (CAAT) hat Nok Air angewiesen, den internationalen Flugbetrieb und die Streckenerweiterung aus Sicherheitsgründen einzustellen. Die Fluggesellschaft stellte jedoch klar, dass ein problematisches Triebwerk bereits ausgebaut und ersetzt worden sei.
Die thailändische Zivilluftfahrtbehörde (CAAT) hat Nok Air angewiesen, den internationalen Flugbetrieb und die Streckenerweiterung aus Sicherheitsgründen einzustellen. Die Fluggesellschaft stellte jedoch klar, dass ein problematisches Triebwerk bereits ausgebaut und ersetzt worden sei.

Der Vorstandsvorsitzende von Nok Air verteidigte die Sicherheitsbilanz der Fluggesellschaft und zeigte sich zuversichtlich, dass die Flugverbote innerhalb eines Monats aufgehoben werden können. (Foto: Molpasorn Shoowong)

 

Dem Schreiben zufolge kam es zwischen 2023 und 2025 zu Triebwerksabschaltungen während des Fluges, Landebahnausfällen, harten Landungen und Heckstößen. Insbesondere die Ursache für die Triebwerksabschaltungen während des Fluges sei weiterhin unklar und gebe weiterhin Anlass zur Sorge hinsichtlich der Betriebseffizienz, heißt es in dem Schreiben.

Geschäftsführer Wutthiphum Jurangkool sagte, die Fluggesellschaft bereite eine Antwort auf die Vorwürfe vor und sei zuversichtlich, dass die Verbote innerhalb eines Monats aufgehoben werden könnten.

Er sagte, der Triebwerksausfall sei am 8. Januar 2024 auf einem Flug nach Nanning, China, aufgetreten.

Der Flug sei mit dem verbleibenden Triebwerk sicher an seinem Ziel gelandet und die Fluggesellschaft habe das defekte Triebwerk umgehend ausgebaut und ein Ersatztriebwerk für das Flugzeug bestellt, sagte Wutthiphum.

Als die CAAT eine Ursachenanalyse des Vorfalls verlangte, sei dies nicht möglich gewesen, da die Fluggesellschaft nicht mehr im Besitz des Triebwerks sei, sagte er.

In Bezug auf die Bedenken der Aufsichtsbehörde hinsichtlich der Sicherheitskultur des Unternehmens nach dem Rücktritt mehrerer Piloten, Fluglehrer und ernannter Fluginspektoren sagte Herr Wutthiphum, die Abgänge seien nicht auf Sicherheitsprobleme zurückzuführen, sondern vielmehr auf den Wechsel zu einer anderen Billigfluggesellschaft, die aggressiv expandiere und dieselben Flugzeuge vom Typ Boeing 737 einsetze.

„In unseren 21 Betriebsjahren hatte Nok Air noch nie einen tödlichen Unfall“, sagte er. „Natürlich gab es Vorfälle wie den Landebahnausflug bei starkem Regen am Flughafen Chiang Rai im Jahr 2022, aber solche Fälle höherer Gewalt können jeder Fluggesellschaft passieren.“

Die Sicherheitsstandards der Fluggesellschaft seien durch ein Betriebssicherheitsaudit der International Air Transport Association zertifiziert und erfüllten alle CAAT-Vorschriften, sagte er. Nok arbeite eng mit Boeing und Softwareanbietern zusammen, die den Betrieb der Piloten regelmäßig überwachten.

Herr Wutthiphum sagte, die durchschnittliche monatliche Flugstundenzahl pro Pilot bei Nok Air betrage nur 60 bis 70 Stunden und liege damit deutlich unter dem Maximum von 90 Stunden. Er sagte, die Untersuchung könnte mit der Prüfung der CAAT durch die Internationale Zivilluftfahrtorganisation zusammenhängen, was diese dazu veranlassen würde, eine strikte Durchsetzung der Sicherheitsmaßnahmen für Fluggesellschaften zu demonstrieren.

 

  • Quelle: Bangkok Post