TAK / MYAWADDY. Am Montag überquerten thailändische und chinesische Behörden die Grenze von der thailändischen Provinz Tak nach Myawaddy in Myanmar, um die Trümmer von Betrugszentren zu besichtigen.
Nach Angaben des Königlich Thailändischen Polizeipräsidiums verließen die Delegationen von Polizeigeneralleutnant Jirabhop Bhuridej, stellvertretender nationaler Polizeichef, und des chinesischen stellvertretenden Ministers für öffentliche Sicherheit, Liu Zhongyi, am Montagmorgen den Bezirk Mae Sot in Tak in Richtung Myawaddy.
Die Delegationen besichtigten die Trümmer von Gebäuden in KK Park und Shwe Kokko, die Betrügernetzwerken als Unterschlupf gedient hatten. Die Gebäude wurden ab Oktober von Militärkräften in Myanmar bombardiert.

In einem Grenzgebiet in Myawaddy steht am Montag während eines Besuchs thailändischer und chinesischer Behörden ein zerstörtes Gebäude. (Fotos: Königlich Thailändisches Polizeiamt)
Am Nachmittag trafen sich die thailändischen und chinesischen Behörden mit der Delegation des stellvertretenden Polizeichefs von Myanmar, Generalmajor Min Htike Myo, in einem Besprechungsraum auf der myanmarischen Seite der zweiten thailändisch-myanmarischen Freundschaftsbrücke.
Die Parteien vereinbarten, den Informationsaustausch aufrechtzuerhalten, die Strom- und Kommunikationsversorgung in den Grenzgebieten einzuschränken und die Rückführung mutmaßlicher Betrüger zu beschleunigen.
Das thailändische Polizeipräsidium teilte mit, dass die Zerstörung von Betrugsgebäuden in Myanmar zahlreiche chinesische Betrüger zur Flucht aus dem KK-Park und Shwe Kokko gezwungen habe und diese von den myanmarischen Behörden festgenommen worden seien.
Während seiner Reise besuchte der stellvertretende Minister Liu die Hafteinrichtungen in Myawaddy. Diese seien überfüllt mit chinesischen Verdächtigen, die nach China abgeschoben werden sollten, teilte die thailändische Polizei mit.
- Quelle: Bangkok Post