SURIN. Die Grenzkämpfe zwischen Thailand und Kambodscha dauerten am Dienstag an. Thailändische Behörden bestätigten, dass die Zahl der zivilen Todesopfer auf 16 gestiegen ist. Das thailändische Verteidigungsministerium meldete trotz der eskalierenden Kampfhandlungen bisher nur geringe wirtschaftliche Auswirkungen. An strategischen Punkten wird weiterhin heftiger Beschuss betrieben, wobei beide Seiten das Feuer austauschen.
In den jüngsten Entwicklungen erklärte Konteradmiral Surasant Kongsiri, dass kambodschanische Streitkräfte ihren Angriff fortsetzten, woraufhin das thailändische Militär Vergeltungsmaßnahmen ergriff. Am frühen Dienstagmorgen wurden strategische Ziele wie der Hügel 677 und der Grenzübergang Chong An Ma in Ubon Ratchathani mit BM-21-Raketen beschossen. Anschließend wurden schwere Waffen auf dem Hügel 350 und am Tempel Prasat Ta Khwai in der Provinz Surin, einem anhaltenden Brennpunkt des Konflikts, eingesetzt.
Vom 7. bis 16. Dezember starben 16 thailändische Zivilisten infolge der Kämpfe. Zu den Todesursachen zählten Raketensplitter und indirekte Folgen wie Verkehrsunfälle und eingeschränkter Zugang zu medizinischer Versorgung. Trotz dieser Ereignisse verzeichnete das thailändische Außenhandelsministerium nur minimale Auswirkungen auf die Exporte; in den ersten zehn Monaten stiegen diese im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 13 Prozent.
Der stellvertretende Generaldirektor des Außenhandelsministeriums, Duangarthit Nidhi-u-tai, hob hervor, dass die thailändischen Exporte in diesem Jahr trotz der seit Juli bestehenden Grenzschließungen 9,3 Billionen Baht erreichten. Allein im Oktober beliefen sich die Exporte auf 900 Milliarden Baht, was einem Anstieg von 5,7 % entspricht. Der stellvertretende Gouverneur der thailändischen Tourismusbehörde, Nithee Sriprae, stellte fest, dass die Ankünfte ausländischer Touristen stabil geblieben seien und es in den wichtigsten Touristenzentren keine Stornierungen gegeben habe.

Die Thailändische Tourismusbehörde (TAT) rechnet für das laufende Jahr mit 32,8 Millionen ausländischen Besuchern und führt einen möglichen Rückgang auf einen vorherigen Einbruch der chinesischen Touristenzahlen zurück, die sich nun aber wieder erholen. Der Inlandstourismus ist weiterhin robust, insbesondere im Norden und Nordosten, trotz der durch den Konflikt in Gebieten wie Trat bedingten Reiseverschiebungen. Die schweren Kämpfe am Sonntag führten zu einer Ausgangssperre in Trat, die jedoch inzwischen aufgehoben wurde.
Das thailändische Kabinett hat 2,44 Milliarden Baht aus dem staatlichen Notfallfonds zur Unterstützung der Militäroperationen an der Ostgrenze bereitgestellt. Regierungssprecher Siripong Angkasakulkiat bestätigte gegenüber der Bangkok Post, dass die Gelder für Operationen von Armee und Marine als Reaktion auf die anhaltenden Spannungen bestimmt sind.
Wichtigste Erkenntnisse:
- Die Zahl der zivilen Todesopfer in Thailand durch den Konflikt hat 16 erreicht.
- Thailands Exportwachstum hält trotz Grenzkonflikten an.
- Die Zahl der Touristenankünfte bleibt stabil, während sich der Inlandsreiseverkehr verändert.
- Quelle: ASEAN Now, Bangkok Post