BANGKOK. Das Verteidigungsministerium hat eine dringende Untersuchung eingeleitet, nachdem inmitten erhöhter Grenzspannungen mit Kambodscha eine nicht identifizierte Drohne in der Nähe einer Offshore-Ölplattform im Golf von Thailand gesichtet worden war.
Verteidigungsminister General Nattaphon Narkphanit erklärte, der Vorfall liege im Rahmen der von den Sicherheitsbehörden bewerteten Szenarien. Er betonte, dies dürfe nicht als Ausdruck einer feindseligen Haltung gegenüber Kambodscha verstanden werden, sondern sei vielmehr eine notwendige Vorsichtsmaßnahme zum Schutz nationaler Interessen.
Es werden Bedenken geäußert, dass die Drohne ein Akt der Einschüchterung oder Sabotage sein könnte, möglicherweise als Reaktion auf Thailands verschärfte Kontrollen von Treibstoff und Militärgütern, die nach Kambodscha eingeführt werden.

General Nattaphon Narkphanit, damals stellvertretender Verteidigungsminister, spricht am 21. Juli 2025 mit Reportern über die Lage an der thailändisch-kambodschanischen Grenze. (Foto: Chanat Katanyu)
Unter Berufung auf Informationen des Thai Maritime Enforcement Command Centre (Thai-MECC) sagte General Nattaphon, dass mehr als 10.000 Fischereifahrzeuge in thailändischen Gewässern operieren und viele von ihnen Drohnen für ihre eigenen Zwecke einsetzen.
Die Behörden prüfen, ob die im Golf entdeckte Drohne einer feindlichen Partei, thailändischen Betreibern oder zivilen Nutzern gehört und ob böswillige Absicht dahintersteckte, sagte er.
General Nattaphon sagte, er habe erfahren, dass mit PTT verbundene Unternehmen die Genehmigung zur Beschaffung von Drohnenabwehrsystemen für ihre Offshore-Bohrplattformen anstreben, und fügte hinzu, dass eine solche Maßnahme gerechtfertigt sei, da die Ölplattformen eine kritische nationale Infrastruktur darstellten.
Die Königlich Thailändische Luftwaffe (RTAF), die für die Sicherheit im Zusammenhang mit Drohnen zuständig ist, und die Königlich Thailändische Marine (RTN) haben die Überwachung in dem Gebiet verstärkt, fügte er hinzu.
Zu Kambodschas Behauptung, eine thailändische Aufklärungsdrohne zerstört zu haben, sagte General Nattaphon, dass es sich bei der Drohne um eine DP-20, auch bekannt als D-eyes 04, handelte und dass sie durch kambodschanische Flugabwehrwaffen zerstört wurde.
Während das thailändische Militär Vorsicht walten lässt, seien Verluste ein unvermeidlicher Bestandteil militärischer Operationen, sagte er.
Es wäre falsch von Thailand, auf die Nutzung der vorhandenen Ausrüstung zu verzichten, auch wenn jeder Verlust bedauerlich sei, bemerkte General Nattaphon.
- Quelle: Bangkok Post