BANGKOK. Das Verkehrssicherheitszentrum (RSC) hat nach den schweren Verkehrsunfällen während der Neujahrsfeiertage, bei denen allein am 1. Januar 2026 54 Menschen starben und 317 verletzt wurden, landesweit strengere Verkehrskontrollen angeordnet. Die Behörden bereiten zudem Maßnahmen vor, um den starken Rückreiseverkehr nach Bangkok und in andere Ballungszentren zu bewältigen. Dazu gehören verstärkte Geschwindigkeitskontrollen auf den Hauptverkehrsstraßen, um weitere Todesfälle zu verhindern.
Die Bekanntgabe erfolgte am 1. Januar 2026 um 10:15 Uhr im Ministerium für Katastrophenprävention und -minderung (DDPM). Dort präsentierten Beamte die täglichen und kumulierten Unfallstatistiken der Verkehrssicherheitskampagne zum Jahreswechsel. Die Zahlen verdeutlichen die unmittelbaren Auswirkungen riskanten Fahrverhaltens während der verlängerten Feiertage, insbesondere überhöhte Geschwindigkeit und Fahren unter Alkoholeinfluss.
Die aktuelle Kampagne, die vom 30. Dezember 2025 bis zum 5. Januar 2026 läuft, steht unter dem Motto „Sicher fahren, Geschwindigkeit reduzieren, Unfälle vermeiden“. Allein am 1. Januar wurden 326 Unfälle registriert, wobei Motorräder in 76,92 % der Fälle beteiligt waren. Die Hauptursachen waren überhöhte Geschwindigkeit (40,18 %) und Fahren unter Alkoholeinfluss (29,45 %).
Die meisten Unfälle ereigneten sich auf geraden Straßen (78,22 %), wobei 36,81 % auf Autobahnen unter der Zuständigkeit des Straßenbauamtes und 29,75 % auf Gemeinde- und Dorfstraßen stattfanden. Die unfallträchtigste Zeit war zwischen 0:01 Uhr und 3:00 Uhr (25,15 % der Unfälle). Die am stärksten betroffene Altersgruppe waren die 20- bis 29-Jährigen (22,91 %).
Phuket verzeichnete am 1. Januar mit 16 Unfällen und 18 Verletzten die höchste Anzahl an Unfällen und Verletzungen, während Bangkok mit sieben Todesfällen die höchste Zahl an Todesopfern zu beklagen hatte. In den ersten drei Tagen der Kampagne ereigneten sich landesweit 798 Unfälle mit 769 Verletzten und 145 Toten, wobei Phuket und Bangkok weiterhin die am stärksten betroffenen Gebiete sind.

Jirapong Theppitak, stellvertretender Staatssekretär im Verkehrsministerium, erklärte, die Behörden appellierten an alle Verkehrsteilnehmer, vorsichtig zu fahren, ausreichend Abstand zu halten, plötzliches Bremsen zu vermeiden und stets Sicherheitsgurte und Helme zu tragen. Er fügte hinzu, die Verkehrsbehörden erwarteten, dass in den nächsten ein bis zwei Tagen über 700.000 Fahrzeuge, darunter öffentliche Verkehrsmittel und Pkw, nach Bangkok und in andere Regionen zurückkehren würden.
Herr Saharat Wongsakulwiwat, stellvertretender Generaldirektor des DDPM, warnte davor, dass der Verkehrsfluss voraussichtlich am 4. Januar 2026 seinen Höhepunkt erreichen wird. Er bestätigte, dass die Provinzen angewiesen wurden, die Kontrollpunkte zu intensivieren, die Kontrollen auf Gemeindeebene gegen Alkohol am Steuer durchzusetzen und Rast- und Servicepunkte bereitzustellen, um Unfälle aufgrund von Müdigkeit zu verhindern, insbesondere in Touristengebieten mit ausländischen Besuchern.
Die Behörden werden weiterhin die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzungen, Alkoholkontrollen, Führerscheinprüfungen und die Verkehrsregeln streng überwachen und gleichzeitig Aufklärungskampagnen für thailändische und ausländische Verkehrsteilnehmer durchführen. Unfälle können über die Notrufnummer 1784 oder den Line-Account „ปภ.รับแจ้งเหตุ1784“ gemeldet oder um Hilfe gebeten werden.
Wichtigste Erkenntnisse
- Bei Verkehrsunfällen am 1. Januar 2026 kamen landesweit 54 Menschen ums Leben und 317 wurden verletzt.
- Zu schnelles Fahren, Fahren unter Alkoholeinfluss und Motorradfahren bleiben die Hauptrisikofaktoren.
- Die Behörden erwarten einen Höhepunkt der Rückreisetätigkeit und haben die Kontrollpunkte und die Durchsetzung der Maßnahmen verstärkt.
- Quelle: ASEAN Now, DDPM