BANGKOK. Die Polizei bereitet weitere Zeugen- und Opferbefragungen zu den mutmaßlichen Übergriffen des ehemaligen stellvertretenden Polizeichefs Surachate „Big Joke“ Hakparn gegen seine Untergebenen vor. Die Anschuldigungen, die sich auf Vorfälle beziehen, die sich Berichten zufolge vor zwei bis acht Jahren ereignet haben, wurden erst diese Woche erhoben. Aufgrund der zehnjährigen Verjährungsfrist laufen die Ermittlungen unter der Leitung von Polizeigeneralmajor Jaroonkiat Pankaew vom CIB.
Die Beschwerden stammen von den ehemaligen Adjutanten Oberstleutnant Krit Priyakate und Oberst Aris Kooprasitrat, die Surachate körperliche und verbale Misshandlungen vorwerfen. Krit schildert einen Vorfall vom 20. Februar 2017, bei dem sein Trommelfell durch eine heftige Ohrfeige von Surachate riss, was zu einem dauerhaften Hörverlust führte. Generalmajor Jaroonkiat betonte, dass Beweismittel, darunter ein ärztliches Attest aus dem Jahr 2017 und Zeugenaussagen, für die Ermittlungen von entscheidender Bedeutung sein werden.

Aris berichtete von schwerer psychischer Misshandlung in den letzten Jahren; eine ärztliche Untersuchung diagnostizierte bei ihm eine Depression. Er gibt an, dass Surachate „Big Joke“ ihm mit Entlassung drohte, als er versuchte, in seine frühere Position zurückzukehren. Die Ermittler prüfen, ob diese Handlungen als Nötigung einzustufen sind; die Vorladungen für den Beschuldigten werden in Kürze erwartet. Jaroonkiat stellte klar, dass derzeit kein Haftbefehl vorliegt.
Surachate „Big Joke“, der die Vorwürfe kennt, bereitet eine rechtliche Antwort vor und hält sich weiterhin in Thailand auf . Der Oberste Verwaltungsgerichtshof bestätigte kürzlich seine Entlassung aus dem Polizeidienst aufgrund angeblicher Verbindungen zum Online-Glücksspiel – ein Vorwurf, den er zurückweist und auf interne Rivalitäten innerhalb der Polizei zurückführt. Laut Bangkok Post wird gegen Surachate außerdem wegen des Verdachts der Bestechung eines Mitglieds der Nationalen Antikorruptionskommission ermittelt. Ihm wird vorgeworfen, Goldbarren im Wert von 16 Millionen Baht gezahlt zu haben.
Wichtigste Erkenntnisse
- Die Missbrauchsvorwürfe gegen Surachate „Big Joke“ umfassen körperliche und seelische Schädigungen.
- Zu den Beweismitteln gehören Krankenakten und Zeugenaussagen.
- Surachate sieht sich mit zahlreichen rechtlichen Herausforderungen und Ermittlungen konfrontiert.
- Quelle: ASEAN Now, Bangkok Post