BANGKOK. Die Ermittler werden mindestens zehn Personen befragen, die für den ehemaligen stellvertretenden Polizeichef „Big Joke“ gearbeitet haben.

Am 6. Januar drängten sich Reporter in einen Konferenzraum im Hauptquartier des Zentralen Ermittlungsbüros in Bangkok, um sich über den Korruptionsfall gegen Polizeigeneral Surachate Hakparn informieren zu lassen. Dem ehemaligen stellvertretenden Chef werden zudem neue Vorwürfe der Misshandlung von Untergebenen zur Last gelegt. (Foto: Pornprom Satrabhaya)
Mehr als zehn Zeugen haben sich gemeldet, um im Rahmen der Ermittlungen zu den Vorwürfen der körperlichen und psychischen Misshandlung gegen den in Bedrängnis geratenen ehemaligen stellvertretenden Polizeichef Surachate „Big Joke“ Hakparn Aussagen abzugeben, teilte das Central Investigation Bureau (CIB) am Freitag mit.
Die Ermittler wurden von Polizeibeamten kontaktiert, die zuvor in der Residenz von Generalmajor Surachate gewohnt oder gearbeitet haben und bereit sind, über ihre Erlebnisse und Beobachtungen während dieser Zeit auszusagen, sagte Generalmajor Jruykiat Pankaeo, stellvertretender Kommissar der Kriminalpolizei.
Er sagte, alle Zeugen würden befragt, und merkte an, dass einige die mutmaßlichen Vorfälle direkt beobachtet hätten, während andere erst durch Berichte aus erster Hand von den Beteiligten davon erfahren hätten.
Bei allen Zeugen handele es sich um Polizeibeamte, die eng mit Polizeigeneral Surachate in seiner Residenz zusammengearbeitet und Aufgaben wie das Fahren, Bewachen des Geländes und die Instandhaltung des Anwesens übernommen hätten, sagte Polizeigeneralmajor Jruykiat.
Zwei ehemalige Untergebene – Oberstleutnant Krit Priyaket und Oberst Aris Kuprasitrat – erstatteten Anfang dieser Woche Strafanzeige gegen ihren ehemaligen Vorgesetzten wegen Nötigung, Einschüchterung und Körperverletzung.
Die Ermittlungen werden von der Abteilung zur Verbrechensbekämpfung (CSD) geleitet.
Generalmajor Surachate wurde 2024 wegen mutmaßlicher Verbindungen zum Online-Glücksspiel aus dem Polizeidienst entlassen. Ein Disziplinarausschuss der Polizei empfahl im März 2025 seine Entlassung ohne Pensionsanspruch.
Der Oberste Verwaltungsgerichtshof wies am 9. Januar dieses Jahres seine Berufung gegen die Entlassungsverfügung von 2024 zurück.
Der ehemalige stellvertretende Polizeichef hat die gegen ihn erhobenen Vorwürfe stets zurückgewiesen und erklärt, sie seien von Rivalen innerhalb der Polizei erfunden worden, um ihm den Weg zum Posten des Polizeichefs zu versperren.
Gegen ihn läuft derzeit eine weitere Untersuchung, diesmal wegen des Verdachts der Bestechung. Ihm wird vorgeworfen, die Lieferung von Goldbarren im Wert von 16 Millionen Baht an ein Mitglied der Nationalen Antikorruptionskommission (NACC) angeordnet zu haben, das mit der Untersuchung früherer Vorwürfe befasst war.
- Quelle: Bangkok Post