BANGKOK. Laut einem hochrangigen thailändischen Olympiafunktionär wurden während der 33. Südostasienspiele bis zu zehn Fälle von sexueller Belästigung von Sportlerinnen und Sportmitarbeiterinnen gemeldet. Die Vorfälle wurden am 27. Januar 2026 nach der Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur Stärkung des Schutzes im Sport öffentlich gemacht. Die Fälle wurden während der Spiele intern bearbeitet, wobei Offizielle den Betroffenen Unterstützung anboten.
Die Südostasienspiele (SEA Games) fanden vom 9. bis 20. Dezember 2025 in Thailand statt und brachten Athleten und Offizielle aus der gesamten Region zusammen. Suwanna Silpa-archa, Vizepräsidentin des Olympischen Komitees von Thailand, erklärte, die Beschwerden seien während der Veranstaltung eingegangen und beträfen sowohl thailändische Staatsangehörige als auch Ausländer. Betroffen waren unter anderem Athletinnen und Verbindungsoffiziere der Teams; in einem Fall war eine ausländische Athletin involviert.
Suwanna erklärte, die Vorfälle seien unterschiedlicher Art und Schwere gewesen. „Sie reichten von verbaler und psychischer Belästigung bis hin zu versuchten sexuellen Übergriffen“, sagte sie. Sie fügte hinzu, dass in jedem Fall ein Team zur Unterstützung der betroffenen Athleten eingeschaltet wurde, da einige von ihnen psychisch belastet waren.
Laut Suwanna wurden alle zehn Beschwerden intern vom Olympischen Komitee Thailands bearbeitet. Keine der Beschwerden wurde der Polizei gemeldet, und keine führte zu einer finanziellen Entschädigung. „Wir haben Gespräche vermittelt, um gegenseitiges Verständnis zu schaffen. Die Täter beteuerten, keine bösen Absichten gehabt zu haben, während die Opfer sich belästigt fühlten“, sagte sie.
Sie erklärte, dass die Verantwortlichen die Situationen durch die Anpassung der Aufgaben und die Trennung der Beteiligten gelöst hätten, um Kontakte zu minimieren. Die Fälle unterschieden sich in ihrem Schweregrad, doch die Organisatoren entschieden sich dafür, sie während des Wettbewerbs diskret zu behandeln. „Wir wollten während des Wettbewerbs keine Zwischenfälle, deshalb haben wir die Probleme diskret gelöst“, sagte Suwanna.
Sie betonte jedoch, dass das Problem eine systematischere Vorgehensweise erfordere. „Dies ist ein ernstes Problem, das nun systematischer angegangen werden muss“, sagte sie. Auf die Frage nach den Sportarten, die in den schwerwiegendsten Fällen involviert waren, lehnte Suwanna ab und erklärte, die Angelegenheiten seien bereits geklärt.

Khoasod berichtete, dass sie sich auch geweigert habe, die Nationalität des betroffenen ausländischen Athleten preiszugeben, um die Betroffenen zu schützen. Die Veröffentlichung erfolgte im Anschluss an die Unterzeichnung einer neuen Absichtserklärung beim Olympischen Komitee Thailands, die die Sicherheitsstandards erhöhen soll. Die Vereinbarung zielt darauf ab, Athleten und Sportpersonal vor jeglicher Form von Belästigung und Gewalt zu schützen und ein sicheres und respektvolles Sportumfeld bei zukünftigen Wettkämpfen zu fördern.
Wichtigste Erkenntnisse
- Während der Südostasienspiele, die im Dezember 2025 in Thailand stattfanden, wurden bis zu 10 Beschwerden wegen sexueller Belästigung gemeldet.
- Alle Fälle wurden intern vom Olympischen Komitee Thailands ohne Beteiligung der Polizei bearbeitet.
- Eine neue Schutzvereinbarung wurde unterzeichnet, um den Schutz von Athleten und Sportmitarbeitern zu stärken.
- Quelle: ASEAN Now, Khaosod