PHUKET. Einem französischen Paar drohen die Abschiebung und ein Einreiseverbot für Thailand, nachdem es letzten Monat in Phuket festgenommen wurde, weil es während einer Fahrt in einem Tuk-Tuk sexuelle Handlungen vorgenommen hatte.
Der Fall kam ans Licht, nachdem ein thailändischer Autofahrer, der am 29. Januar auf dem Patong Hill in Phuket hinter einem Tuk-Tuk fuhr, das unangemessene Verhalten eines ausländischen Paares in dem Fahrzeug bemerkte. Der Autofahrer filmte das Paar beim Ausziehen und bei sexuellen Handlungen und teilte das Video anschließend online.
Das Video verbreitete sich rasend schnell im Internet und löste heftige Kritik von thailändischen Nutzern aus. Viele verurteilten das Paar für sein respektloses Verhalten, das gegen die guten Sitten und die thailändischen kulturellen Normen verstieß. Andere äußerten die Befürchtung, dass wiederholte Vorfälle dieser Art Phukets Ruf als familienfreundliches Reiseziel schädigen könnten.
Angesichts des zunehmenden Drucks im Internet leitete die Polizei von Kathu Ermittlungen ein, um die beteiligten Ausländer zu identifizieren. Die Polizei konnte das Paar schließlich ausfindig machen und nahm es am 2. Februar, in einem Hotel im Bezirk Thalang in Phuket fest.

Französisches Paar wegen Sex in einem Tuk-Tuk auf Phuket mit Geldstrafe belegt
Bei den Verdächtigen handelt es sich um die beiden französischen Staatsangehörigen Wesley und Valen. Die Polizei erhob Anklage gegen sie gemäß Paragraf 388 des Strafgesetzbuches: Erregung öffentlichen Ärgernisses durch Entblößung des Körpers oder sonstiges obszönes Verhalten. Auf dieses Vergehen steht eine Geldstrafe von bis zu 5.000 Baht.
Nach der Festnahme koordinierte die Polizei mit der Einwanderungsbehörde der Provinz Phuket das weitere Vorgehen. Die Einwanderungsbeamten widerriefen die Visa des Paares und setzten ihre Namen auf Thailands Einreisesperrliste. Die Behörden bestätigten, dass die beiden nach Zahlung der Geldstrafe abgeschoben würden.
Der Fall entfachte erneut die öffentliche Debatte über den Umgang mit ähnlichen Vorfällen mit ausländischen Touristen. In den letzten Jahren wurden mehrere ausländische Paare beim Geschlechtsverkehr an öffentlichen Orten oder in öffentlichen Verkehrsmitteln erwischt.
In vielen dieser Fälle gelang es den beteiligten Ausländern Berichten zufolge, Thailand zu verlassen, ohne mit rechtlichen Konsequenzen rechnen zu müssen.
Eine bemerkenswerte Ausnahme bildete ein Vorfall im Dezember letzten Jahres, als ein russisches Paar verhaftet wurde, nachdem es beim Geschlechtsverkehr auf Campingstühlen am Jomtien Beach in Pattaya ertappt worden war .
Ihnen wurde der gleiche Verstoß gemäß Paragraf 388 vorgeworfen. In diesem Fall gab es jedoch keine Berichte über Visumwiderruf, Abschiebung oder Aufnahme in eine schwarze Liste.
- Quelle: The Thaiger