BANGKOK. Der Minister für Tourismus und Sport, Surasak Phancharoenworakun, hat nach einer Reihe von Sicherheitsvorfällen mit ausländischen Besuchern ein umfassendes Vorgehen gegen kriminelle Netzwerke und illegale Aktivitäten auf Thailands wichtigsten Touristeninseln angeordnet.
Surasak erklärte am 4. Juni, das Ministerium werde sich mit den lokalen Behörden, der Tourismuspolizei und anderen Institutionen abstimmen, um Straftäter festzunehmen und das Gesetz in wichtigen Tourismusdestinationen wie Koh Samui und Koh Samet strikt durchzusetzen. Die Maßnahmen zielen darauf ab, die Sicherheit der Besucher zu verbessern und das Vertrauen in den thailändischen Tourismussektor nach mehreren gewalttätigen Vorfällen mit ausländischen Touristen, darunter ein kürzlich erfolgter Angriff auf einen japanischen Touristen, wiederherzustellen.
Der Minister erklärte, die Behörden würden umfassende Kontrollen von Betrieben auf den Touristeninseln durchführen, darunter Geschäfte, Restaurants, Hotels und Betreiber des öffentlichen Nahverkehrs. Ziel der Kampagne sei es, mafiöse Strukturen und illegale Aktivitäten, insbesondere in den südlichen Tourismusgebieten, zu bekämpfen. Surasak warnte, dass gegen jeden Regierungsbeamten, der kriminelle Aktivitäten ermöglicht, ignoriert oder daran beteiligt war, rechtliche Schritte eingeleitet würden.
Die Maßnahmen richten sich auch gegen Strohmänner und Ausländer, die ihre Visa überziehen. Die Initiative folgt der verschärften Sicherheitspolitik der Regierung unter Premierminister Anutin Charnvirakul und Vizepremierminister Suphajee Suthumpun. Das Innen- und das Handelsministerium werden die Ermittlungen gegen Strohmänner ausweiten, darunter auch Fälle wie die von Unterhaltungsstätten in Pattaya, um zu verhindern, dass Ausländer Thailand ausbeuten und Gewinne ins Ausland transferieren.
Die Tourismuspolizei wurde angewiesen, die Sicherheitsmaßnahmen zu verstärken und die Überwachung ausländischer Besucher zu intensivieren. Die Behörden erwägen den Einsatz von Technologie, um Besucher zu überprüfen, Visumsüberschreitungen aufzudecken und die Einhaltung der Visabedingungen und der zulässigen Aufenthaltsdauer sicherzustellen.
Surasak bestätigte zudem ein kürzliches Treffen mit Zhang Jianwei, dem chinesischen Botschafter in Thailand. Er erklärte, die chinesische Botschaft habe ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit bei der Überprüfung und Überwachung chinesischer Staatsangehöriger bekundet, um das Ziel zu unterstützen, qualifizierte Touristen anzuziehen und gleichzeitig das Image beider Länder zu schützen.
Die jüngsten Maßnahmen erfolgen vor dem Hintergrund des wachsenden Drucks auf die Behörden, Sicherheitsbedenken in beliebten Touristenzielen anzugehen. Jüngste Inspektionen in Pattaya deckten auf, dass Unterhaltungsbetriebe ohne gültige Lizenzen betrieben wurden und Unternehmen mutmaßlich thailändische Strohmänner einsetzten. Dies bestärkt die Forderungen nach einer strengeren Durchsetzung der Vorschriften und einer verstärkten Überprüfung touristischer Betriebe.
„Wenn Probleme auftreten, werden wir schnell handeln, um sie zu beheben. Personen, die gegen das Gesetz verstoßen, werden strafrechtlich verfolgt, und Geschäftsinhaber, die die Sicherheitsstandards nicht einhalten oder zu schädlichen Vorfällen beitragen, werden verpflichtet, Mängel unverzüglich zu beheben“, sagte Surasak.

Er fügte hinzu: „Es ist an der Zeit, die Sicherheitskontrolle ernst zu nehmen. Wenn eine Privatperson eine Straftat begeht, muss sie unverzüglich festgenommen werden. Wenn aber ein Betreiber fahrlässig handelt und dadurch Schäden verursacht, muss er angewiesen werden, das Problem so schnell wie möglich gemäß den gesetzlichen Bestimmungen zu beheben.“
Khaosod berichtete, dass die Behörden voraussichtlich in den kommenden Wochen weiterhin Inspektionen und Durchsetzungsmaßnahmen an wichtigen Touristenzielen durchführen werden, wobei der Schwerpunkt auf Kriminalprävention, Einhaltung der Vorschriften durch Unternehmen und der Sicherheit der Besucher liegt.
- Quelle: ASEAN Now, Khaosod