BANGKOK. Neun große thailändische Getränkeketten haben sich mit dem Gesundheitsministerium zusammengetan, um einen neuen Standard für die Süße von Getränken einzuführen, der darauf abzielt, den Zuckerkonsum zu reduzieren und das Risiko von Fettleibigkeit und nicht übertragbaren Krankheiten zu senken.
Im Rahmen einer Kampagne , die offiziell am Mittwoch startete, bedeutet die Bestellung eines Getränks mit „normaler Süße“ automatisch 50 % weniger Zucker als im Originalrezept.
Zu den teilnehmenden Marken gehören unter anderem Café Amazon, Inthanin, All Café, Black Canyon, Punthai und Chao Doi.
Nach den neuen Richtlinien enthält ein 473-ml-Kaffee, der bisher etwa 7,3 Teelöffel Zucker enthielt, nun nur noch 3,7 Teelöffel. Eistee und Milchtee enthalten künftig nur noch 3,3 statt 6,6 Teelöffel Zucker. Diese Maßnahme basiert auf Erkenntnissen der Verhaltensökonomie und passt den Standardzuckergehalt an die Gesundheitsstandards an.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, die Zuckeraufnahme auf maximal sechs Teelöffel pro Tag zu beschränken. Offizielle Stellen erklären, dass der neue Standard dazu beitragen wird, dass Getränke, insbesondere Tee und Kaffee, in sicherere Bereiche fallen.
Gesundheitsexperten heben weitere Vorteile hervor: verbesserte Hautgesundheit, verringerte vorzeitige Hautalterung, bessere Konzentration, weniger Müdigkeit und ein geringeres Risiko für Fettleber und Diabetes.

Eine Reduzierung des Zuckerkonsums hilft auch dabei, die Geschmacksknospen neu zu trainieren, wodurch die natürlichen Aromen von Früchten und Getreide besser wahrgenommen werden.
Branchenvertreter gaben an, dass sich die Verbraucherpräferenzen bereits hin zu weniger süßen oder zuckerfreien Getränken verlagern.
Das Gesundheitsministerium erklärte, die Initiative reduziere nicht nur Gesundheitsrisiken, sondern fördere auch das langfristige Wohlbefinden und positioniere Thailand damit als Vorreiter für Innovationen im Bereich der öffentlichen Gesundheit.
- Quelle: Bangkok Post