Die thailändische Zentralbank geht gegen Bargeldtransaktionen mit hohem Wert vor. Die Bank von Thailand verlangt nun von ihren Kunden eine formelle Begründung für Bargeldabhebungen von 5 Millionen Baht (115.000 US-Dollar) oder mehr.

Die thailändische Zentralbank geht gegen Bargeldtransaktionen mit hohem Wert vor.

BANGKOK. Die thailändische Zentralbank geht gegen Bargeldtransaktionen mit hohem Wert vor. Die Bank von Thailand verlangt nun von ihren Kunden eine formelle Begründung für Bargeldabhebungen von 5 Millionen Baht (115.000 US-Dollar) oder mehr.

Diese Richtlinie dient der Bekämpfung von Finanzkriminalität wie Geldwäsche, indem sie eine nachvollziehbare Dokumentation für große Bargeldtransaktionen schafft.

Die Regelung gilt insbesondere für Bargeldabhebungen in Filialen und die Einlösung von nicht verrechneten Schecks, während digitale Überweisungen und verrechnete Schecks davon unberührt bleiben.

Kann ein Kunde keine zufriedenstellende Begründung vorlegen, kann die Bank die betreffende Bargeldabhebung vorübergehend aussetzen, das Konto wird jedoch nicht für andere Transaktionen gesperrt.

Die Bank von Thailand hat neue Regeln eingeführt, die von Kunden verlangen, Bargeldabhebungen von 5 Millionen Baht (115.000 US-Dollar) oder mehr zu begründen, um Finanzkriminalität besser bekämpfen zu können.

Der thailändische Finanzsektor ist gestern, am 1. April, in eine neue Ära der regulatorischen Überwachung eingetreten, da die Bank von Thailand (BOT) ein strenges Aufsichtsprogramm zur Bekämpfung von Geldwäsche und illegalen Finanzströmen ins Leben gerufen hat.

Nach den neuen Risikomanagementkriterien für bargeldbezogene Transaktionen muss jede Person oder jedes Unternehmen, das versucht, 5 Millionen Baht (ca. 115.000 US-Dollar) oder mehr in bar an einer Bankfiliale abzuheben, nun eine formelle Zweckerklärung abgeben.

Die Maßnahme zielt darauf ab, bedeutende Gesetzeslücken zu schließen, die es in der Vergangenheit schwierig gemacht haben, Bargeldtransaktionen in großem Umfang zu prüfen.

Prävention von Finanzkriminalität

Die thailändische Zentralbank (BOT) hat physisches Bargeld aufgrund seiner Anonymität schon lange als Hauptweg für Finanzkriminalität identifiziert.

Durch die Anordnung einer Notwendigkeitserklärung will die Aufsichtsbehörde die Integrität des Bankensystems schützen und verhindern, dass Finanzinstitute unbeabsichtigt Geldwäsche oder andere kriminelle Aktivitäten ermöglichen.

Laut der thailändischen Zentralbank (BOT) hinterlässt Bargeld keine digitale Spur. Durch die Einrichtung einer „Papierspur“ für diese hohen Abhebungen möchte die BOT Verbraucher dazu anregen, transparente und nachvollziehbare digitale Zahlungsmethoden zu nutzen.

Wer ist betroffen?

 

Die thailändische Zentralbank geht gegen Bargeldtransaktionen mit hohem Wert vor. Die Bank von Thailand verlangt nun von ihren Kunden eine formelle Begründung für Bargeldabhebungen von 5 Millionen Baht (115.000 US-Dollar) oder mehr.
Die thailändische Zentralbank geht gegen Bargeldtransaktionen mit hohem Wert vor. Die Bank von Thailand verlangt nun von ihren Kunden eine formelle Begründung für Bargeldabhebungen von 5 Millionen Baht (115.000 US-Dollar) oder mehr.

 

Die neuen Regeln gelten insbesondere für Transaktionen ohne Prüfprotokoll:

Geltungsbereich: Das Mandat gilt ausschließlich für Bargeldabhebungen in Filialen und die Einlösung von nicht gekreuzten Schecks im Gesamtwert von 5 Millionen Baht oder mehr pro Tag.

Ausnahmen: Digitale Bankdienstleistungen, Online-Überweisungen und die Verwendung von Verrechnungsschecks bleiben uneingeschränkt unberührt. Die thailändische Zentralbank (BOT) betont, dass die neuen Kriterien für die überwiegende Mehrheit der Kunden und den üblichen Geschäftsbetrieb keine Auswirkungen auf den täglichen Service haben werden.

Verifizierungsanforderungen

Kunden, die größere Summen abheben müssen, müssen sich nun auf verstärkte Sorgfaltsprüfungen einstellen. Dazu gehören die Aktualisierung der Identitätsdaten, die Angabe eines nachvollziehbaren geschäftlichen oder privaten Grundes für die Abhebung und gegebenenfalls die Einreichung entsprechender Belege.

Die thailändische Zentralbank (BOT) weist darauf hin, dass diese Verifizierungsverfahren gelegentlich zu längeren Bearbeitungszeiten führen können. Kann ein Kunde keinen zufriedenstellenden Grund für die Abhebung vorlegen, sind die Banken berechtigt, die Transaktion vorübergehend auszusetzen.

Keine Kontosperrungen

Entscheidend ist, dass die thailändische Zentralbank (BOT) klargestellt hat, dass eine abgelehnte Bargeldabhebung keine „Kontosperrung“ darstellt. Kunden, die die neuen Kriterien für eine hohe Bargeldabhebung nicht erfüllen, behalten den vollen Zugriff auf ihre Konten für alle anderen Transaktionen.

Wenn eine Bargeldabhebung gestoppt wird, schlägt die BOT den Kunden vor, einfach auf Online-Überweisungen oder Verrechnungsschecks auszuweichen – Methoden, die sowohl gesetzeskonform als auch sofort verfügbar sind.

„Ziel ist es, Risiken zu managen, ohne den Kunden übermäßig zu belasten“, erklärte die thailändische Zentralbank. Die Banken wurden angewiesen, die faire und effiziente Abwicklung dieser Prozesse sicherzustellen und regelmäßige Überprüfungen vorzunehmen, um die Anpassungsfähigkeit der Richtlinien an das sich wandelnde Transaktionsverhalten zu gewährleisten.

 

  • Quelle: The Nation Thailand