Chavalits Vorschlag, einen Militärputsch zu organisieren, konterte Anupong mit den Worten, er könne sich selbst eine Meinung bilden. Chavalit solle sich um seine eigenen Angelegenheiten kümmern, immerhin habe er aus den Gewalttätigkeiten am 7. Oktober die Konsequenzen gezogen und sei zurückgetreten. Chavalit sei wohl verwirrt gewesen, als er einen Putsch forderte.
Politik
Premierminister sagt alle Auslandsreisen ab
Es ist nicht bekannt, weshalb er die Reisen in den Nachbarländer absagte, sie waren seit seinem Amtsantritt geplant. tn
Landwirtschaftsminister: Politische Sackgasse
Landwirtschaftsminister Somsak Prissanananthakul erklärte in wenigen Sätzen die politische Lage Thailands.
Anklageschrift gegen People Power Party
Die Staatsanwaltschaft hat eine Klage gegen die Regierungspartei PPP beim Verfassungsgericht eingereicht. Die Partei soll wegen Wahlbetruges aufgelöst werden.
PAD-Führer stellen sich
Die PAD-Führer, angeführt von Sondhi, hörten sich die Vorwürfe an und wurden nach Zahlung einer Kaution auf freien Fuß gesetzt. Den Führern wird nur noch Volksverhetzung und Verstoß gegen das Versammlungsverbot vorgeworfen. Darauf stehen Gefängnisstrafen zwischen drei und sieben Jahren.
Chavalit: Ein Putsch ist die einzige Lösung
Das Schicksal Thailands liege in den Händen von Armeechef General Anupong Paochinda, der bislang einen Putsch immer ausgeschlossen hatte. Anupong könne, so Chavalit, nach einem Putsch die Macht ergreifen, eine Interimsregierung einsetzen und die politischen Unruhen beenden.
Verwaltungsgericht: Mit Samthandschuhen gegen Demonstranten
Das Verwaltungsgericht erließ die einstweilige Anordnung im Zuge eines Antrages einiger Senatoren, die Premierminister Somchai und der Polizei vorwerfen, unverhältnismäßig hart gegen Demonstranten vorgegangen zu sein.
Chamlong und Chaiwat frei
Die kürzlich verhafteten Führer der PAD, Chamlong Simüang und Chaiwat Sinsuwong, wurden gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt, nachdem das Berufungsgericht den Vorwurf des Hochverrats fallen ließ.
Medizinischer Rat: Ärzte müssen nicht behandeln
Eine Einschränkung machte der Rat jedoch: Wenn es sich um einen Notfall handele, dann müsse der Arzt ohne Befangenheit behandeln. In Artikel 43 der Verfassung stehe, daß ein Arzt die Behandlung einer Person im Wege des zivilen Ungehorsams verweigern könne, wenn kein Notfall vorliege.
Gericht läßt Anklage gegen PAD-Führer fallen
Ein Berufungsgericht hat am 9. Oktober die Anklage wegen Hochverrats gegen die neun PAD-Führer fallengelassen. Den Männern drohte deswegen lebenslange Haft oder sogar die Todesstrafe.
Polizei: Nur Tränengas eingesetzt, Opfer starben durch Bomben
Von den vielen verletzten Demonstranten haben mindestens sechs Gliedmaßen verloren. Die Polizei teilte mit, sie habe keine tödliche Munition benutzt, im Gegensatz zu einigen Demonstranten. Selbst das Militär kritisierte inzwischen die Polizei. Man habe die Tränengasgranaten falsch benutzt.
Königin spendet erneut
Das Geld soll verwendet werden, um diejenigen zu behandeln, die bei den Straßenschlachten zwischen Polizei und verletzt wurden, hieß es.
Regierung entschuldigt sich für Straßenschlachten
Regierungssprecher Nattawut Saikua sagte, sowohl der Regierung als auch dem Premierminister täte leid, was geschehen sei. Gewalt oder Blutvergießen sei nicht beabsichtigt gewesen.
Ärzte weigern sich, Polizisten zu behandeln!
Einer der Ärzte, Dr. Suthep Kolcharnwit, hat wohl noch nie etwas vom Eid des Hippokrates gehört, als er sich zu der Aussage herabließ, das sei eine Art Bestrafung dafür, daß die Polizei exzessive Gewalt gegen die Demonstranten angewendet habe.
Sind Abgeordnete der PPP Aussätzige?
Drei Abgeordnete wollten am Morgen des 8. Oktober von Bangkok nach Khon Kaen bzw. von Bangkok nach Udon Thani fliegen. Ein Flugkapitän verweigerte der Abgeordneten Farida Sulaiman den Zugang zu seiner Maschine mit der Begründung, er wolle keine Politiker fliegen, die die Öffentlichkeit verletzen.
PAD: Premier ist ein blutdürstiger Krimineller
Nach den gewalttätigen Ausschreitungen durch die Polizei habe die Regierung nicht mehr das Recht, das Land zu regieren. Die PAD plant, sich bei der nationalen Menschenrechtsbehörde zu beschweren und gegen die Regierung Strafanzeige zu erstatten.
Der rechtsgerichtete Mob wütet auf den Straßen Bangkoks
Am späten Abend des 6. Oktober versuchte der ultrarechte Mob, der sich selbst als „Volksallianz für Demokratie“ (PAD) bezeichnet, das thailändische Parlament zu belagern. Die Leute kamen gut vorbereitet mit Eisenstangen und Sturzhelmen.










