Unterwasserroboter und luftgestützte Drohnen mit Wärmemeldern unterstützen jetzt die Suche in der Höhle

Unterwasserroboter und luftgestützte Drohnen mit Wärmemeldern unterstützen jetzt die Suche in der Höhle

Chiang Rai. Obwohl das Wasser in der Höhle im Tham Luang Khunnam Nang Waldpark in Mae Sai immer weiter ansteigt, geben die Rettungsmannschaften nicht auf, und sind noch immer auf der Suche nach den verschollenen Jugendlichen und ihrem Trainer. Die Gruppe ist seit mittlerweile vier Tagen in einer weitläufigen Höhle eingeschlossen, die durch das ansteigende Hochwasser von der Außenwelt abgeschnitten sind.

Mittlerweile wurden weitere Spezialisten und technisches High-Tech Gerät zur Höhle gebracht, um die Suche nach den Jugendlichen weiter zu beschleunigen. Der Leiter eines gemeinsamen Teams der Katastrophenschutzeinheit der Air Force und des Kompetenzzentrums für Astronautik und Meerestechnik, Herr Sawangtit Srikitsuwan sagte, das jetzt ein spezielles Unterwasserfahrzeug zum Einsatz kommt. Dieser Unterwasserroboter würde Daten über den Zustand und die Tiefe der Höhle liefern und so den Tauchern noch vor ihrem Abtauchen in die Höhle wertvolle Informationen liefern.

Das Unterwasser Fahrzeug wurde früher für die Untersuchung von natürlichen Meeresressourcen genutzt und wurde noch nie in einer Rettungsaktion eingesetzt, sagte der Experte für Schiffstechnik weiter. Außerdem, so fügte Herr Sawangtit hinzu, sind jetzt auch noch zusätzlich zwei weitere ferngesteuerte Drohnen im Einsatz.

Die mit Wärmemeldern und Kameras ausgerüsteten Drohnen würden Bereiche außerhalb der Höhle überwachen, um die Rettungsaktion zu unterstützen.

Herr Somsak Khanakham, der Chef des Bezirks Mae Sai sagte gegenüber den Medien, dass die Rettungsmannschaften nach wie vor gegen die Zeit kämpfen, um die 13 Vermissten zu finden. Die Navy SEALs seien bisher das Hauptrettungsteam gewesen. Mittlerweile sind weitere Teams von einer Grenzpatrouillenpolizeieinheit und dem Nationalpark eingetroffen, die das Gebiet auch noch zu Fuß untersuchen, um einen alternativen Zugang zu der Höhle zu finden.

Der stellvertretende Premierminister und Verteidigungsminister Prawit Wongsuwon hatte sich ebenfalls schon zu den Rettungsmaßnahmen geäußert und erklärt, dass die lokalen Behörden bei Bedarf auch noch weitere Löcher in den Berg bohren könnten.

Herr Paithoon Nakthae, der Direktor des Büros für Katastrophenvorbeugung und -minderung sagte, dass sich zusätzlich auch noch Taucher aus Schweden den lokalen thailändischen Tauchern anschlossen haben, um ebenfalls nach den vermissten Personen zu suchen, da die Rettungsaktion mittlerweile schon vier Tage dauern.

Der Wasserstand in der Höhle ist heute, am Dienstagmorgen nach weiteren starken Regenfällen auf fast 7 Meter angestiegen. Herr Thongplew Kongchan, der Generaldirektor der Abteilung für Bewässerung sagte, dass noch mehr Wasserpumpen installiert würden, um das Wasser aus der überschwemmten Höhle zu pumpen.

Herr Theerapong Bureerak, der Direktor des in Chiang Mai ansässigen regionalen Elektrizitäts-Regionalbüros 1 sagte, dass lokale Elektriker bis 1 Uhr am Dienstag arbeiteten, um eine Stromleitung in die überflutete Höhle über eine Entfernung von 900 Metern zu verlängern. Der Strom soll das Licht und die Ventilation in der Höhle betreiben, um die Rettungsmannschaften und die Taucher weiter bei ihren Arbeiten zu unterstützen.

Die thailändischen Medien berichten, dass die Stromversorgung heute sogar noch um drei weitere Kilometer verlängert werden soll, nachdem die Rettungsmannschaften die Suche nach den Vermissten Jungen und ihrem Trainer wieder aufgenommen hatten.

„Wir hoffen, dass der Strom mehr Licht für die Arbeit und für die Ventilatoren für das SEAL-Team liefern wird“, sagte der Gouverneur von Chiang Rai Herr Narongsak Osottanakorn. „Es bedeutet auch, dass wir elektrische Motoren verwenden können, um auch Wasser aus der Höhle zu pumpen“, fügte er weiter hinzu.

Navy Leutnant Naponwath Homsai sagte, dass die Taucher das Wasser betreten werden, nachdem sie im inneren eine Kammer erreicht haben, die am Montag fast bis zur Decke überflutet wurde.

„Wir hoffen, dass der Wasserstand weiter gesunken ist, aber wir müssen abwarten und nachsehen. Heute werden wir versuchen, weitere Passagen unter Wasser zu finden, die hoffentlich auch noch zu anderen Kammern führen werden“, fügte er hinzu.

Der weitläufige Höhlenkomplex erstreckt sich über mehrere Kilometer und hat breite Kammern und enge Passagen mit Felsaufschlüssen und starken Höhenunterschieden. Dennoch haben Beamte gesagt, dass sie hoffnungsvoll sind, dass die Jungen einen sicheren Platz im Trockenen weit weg von dem Hochwasser gefunden haben.

 

  • Quelle: Bangkok Post