Minus 30 Prozent: Totaleinbruch in der Tourismusindustrie

Die ATTA, der Verband der thailändischen Reisebüros, teilte mit, daß in den ersten zehn Monaten des Jahres 30% weniger Touristen nach Thailand kamen (Vergleich Januar bis Oktober 2008). Am schlimmsten war es demnach im Oktober, da kamen nur knapp 90.000 Besucher ins Königreich.

Es scheint nicht aufwärts zu gehen, sondern abwärts, denn die ATTA schätzt, daß bis Jahresende 1,5 Millionen weniger Besucher kommen werden, das wären dann minus 38% im Vergleich zum Vorjahr.

Die politische Zerrissenheit, um nicht zu sagen Unsicherheit, spielt bei der ATTA aber anscheinend nur eine untergeordnete Rolle. Für den schlechten Oktober wurde der Streik der Eisenbahner verantwortlich gemacht. Viele Touristen seien wegen dieses Streiks nicht nach Thailand gefahren, so die Erklärung.

Der größte Einbruch ist bei den Südkoreanern mit über 56% zu verzeichnen, dagegen stiegen die Zahlen der Touristen aus dem Nahen Osten um knapp 6% an. Diesem Markt will man nun entgegen kommen, indem es mehr Halal-Restaurants und Gebetsräume geben soll. Die Mitarbeiter der ATTA sollen trainiert werden, damit sie sich auf die moslemischen Touristen einrichten können. bp