PATTAYA. Zwei australische Touristen berichteten, in Pattaya beim Kauf von Kräuterkaffeeprodukten zu überhöhten Preisen betrogen worden zu sein. Dies führte zu polizeilichen Ermittlungen und erneuten Bedenken hinsichtlich mutmaßlicher Betrügereien, die es auf Touristen abgesehen haben.
Am 18. Juni 2026 um 18:10 Uhr erhielt die Polizei von Pattaya die Meldung, dass zwei ausländische Touristen zum Kauf von Kräuterprodukten und Schlankheitskaffee zu überhöhten Preisen überredet worden waren. Beamte und Reporter begaben sich daraufhin zu einem Supermarkt an der Pattaya Second Road, um den Vorfall zu untersuchen.
Bei den Touristen handelte es sich um den 56-jährigen Henry Reddy und den 29-jährigen Sam Alsuhery, beide aus Australien. Sie gaben an, von zwei ausländischen Männern in rot-schwarzen Hemden angesprochen und in ein Gespräch verwickelt worden zu sein, bevor diese sie zu einem Geschäft für Kräuterprodukte in einem Markt an der Pattaya Second Road führten.
Laut den Touristen boten die Verkäufer die Produkte zunächst für 4.600 Baht an, erhöhten den Preis dann aber schrittweise auf 9.600 Baht. Schließlich zahlten sie insgesamt 14.600 Baht für zwei Beutel Kräuterkaffee, der laut den Verkäufern ein wirksames Mittel zur Gewichtsreduktion sein sollte.

Nachdem ihnen Misstrauen gekommen war, konsultierten die beiden ihren thailändischen Fahrer, der sie warnte, dass sie möglicherweise Opfer eines Betrugs mit pflanzlichen Produkten geworden seien. Daraufhin kontaktierten sie die Polizei und baten um eine Untersuchung.
Als Beamte und Reporter am Geschäft eintrafen, fanden sie dort zwar Waren ausgestellt, aber weder Personal noch Verkäufer vor. Die Beteiligten hatten den Ort offenbar vor dem Eintreffen der Behörden verlassen.
Nopparat, 49, Taxifahrer und Freund der Opfer, berichtete, er habe den Touristen Eigentumswohnungen in Pattaya gezeigt. Die Männer hätten ursprünglich Medikamente gegen Magenschmerzen kaufen wollen und seien zu einem Supermarkt geschickt worden. Später habe er bemerkt, dass sie von Fremden angesprochen und woanders hingebracht worden seien.
Er sagte, er sei besorgt gewesen, als er erfuhr, dass die Touristen die Personen, die sie angesprochen hatten, nicht kannten. Nopparat fügte hinzu, er habe zuvor Nachrichtenberichte und Videos in sozialen Medien gesehen, die ähnliche Betrugsfälle mit pflanzlichen Produkten beschrieben.
Die Polizei riet den Touristen, Anzeige bei der Polizeistation Pattaya zu erstatten, damit der Fall protokolliert und zur Ermittlung und Strafverfolgung der Verantwortlichen genutzt werden konnte. Obwohl die Touristen den finanziellen Schaden als relativ gering einstuften, betonten die Beamten, dass die Erstattung einer Anzeige für weiterführende Ermittlungen wichtig sei.
Das Paar traf sich später mit den Ermittlern und übergab ihnen Fotos und Videoaufnahmen der mutmaßlichen Täter als Beweismittel. Sie erklärten Reportern, dass es ihnen weniger um die Wiedererlangung des Geldes gehe, als vielmehr darum, andere Touristen vor weiteren Übergriffen zu schützen.
Die Ermittler werden voraussichtlich die von den Touristen vorgelegten Beweise prüfen und weiterhin nach den Beteiligten suchen. Der Fall reiht sich in frühere Berichte ein, wonach Gruppen pakistanischer Staatsangehöriger in Pattaya Touristen Kräuterprodukte verkaufen und übertriebene Gesundheitsversprechen machen sollen. Beschwerden darüber sollen regelmäßig eingehen.
- Quelle: ASEAN Now