Gewalt in Bangkok eskaliert erneut

Einem Demonstranten sei bei einer Auseinandersetzung mit Soldaten nahe Silom Road ins Auge geschossen worden, sagten Augenzeugen der Nachrichtenagentur Reuters. Dieser Verletzung sei er kurz darauf erlegen.

Die Lage in der Stadt war am Abend nach massiven Drohungen der Armee eskaliert. Am Rande des von den Rothemden besetzten Viertels kam es wiederholt zu heftigen Kämpfen. Bis in die Nacht hinein waren Schüsse und Explosionen zu hören.

Die Armee hatte zuvor angekündigt, das von Tausenden Rothemden seit zwei Monaten besetzte Geschäftsviertel in der Nacht zum 14. Mai von der Strom- und Wasserversorgung abzuschneiden und abzuriegeln.

Zudem drohte die Regierung mit einem gewaltsamen Vorgehen, sollten die Rothemden ihren Protest weiter fortsetzen. Gepanzerte Fahrzeuge wurden zusammengezogen. Den Soldaten wurde erlaubt, scharfe Munition einzusetzen – in Notwehr gegen „bewaffnete Terroristen“.

Mehrere Botschaften schlossen, weil sich die Lage zuspitzte, so die amerikanische und die britische Botschaft. Man sei über die Lage „sehr beunruhigt“ verlautbarten die amerikanischen Diplomaten.

Die Rothemden schworen, jedem Räumungsversuch zu trotzen. Mehrere Tausend haben sich seit Ostern in einem Geschäftsviertel der Hauptstadt hinter Autoreifen und Stacheldraht verbarrikadiert. Sie haben sich nach Augenzeugenberichten mit Steinen, Schleudern, Feuerwerkskörpern und scharf geschnitzten Bambusstöcken bewaffnet. Ksta, ft, bp