Bedient sich ein freiwilliger Volontär an Beweismaterial?

pp Pattaya. Der Wachmann eines Mehrfamilienhauses in der Second Road hatte die Polizei alarmiert, nachdem er zusammen mit einem Mieter einen 19-jährigen Einbrecher auf frischer Tat ertappen und festhalten konnte.

Als die Polizei am Tatort eintraf, warteten dort bereits zwei der bestohlenen Mieter zusammen mit dem Wachmann und dem 19-jährigen Dieb. Der Einbrecher wurde als Herr Wutichai identifiziert. Er hatte gerade erst eine Gefängnisstrafe wegen Einbruchdiebstahl abgesessen, und war erst vor kurzem aus dem Gefängnis in Samut Songkhram entlassen worden.

Der Dieb war geständig und erklärte den Beamten, dass er in einem unbeobachteten Augenblick in das Gebäude eingedrungen wäre. Dann habe er mit einer Gripzange die Türen von sechs Zimmern aufgeknackt und leer geräumt. Seine Beute hatte er in einer Plastiktüte und in einer Umhängetasche verstaut.

Insgesamt hatte er bis zu seinem Ergreifen bereits 4 iPhones, ein Samsung Handy, 2 iPods, ein iPad, ein Apple-Notebook, 5 Armbanduhren, eine Digitalkamera, 23 Buddha Amulette, 12.000 Baht in bar und 4.800.000 Dong (Vietnamesische Währung) ergaunert.

Als er sich gerade ein weiteres Zimmer vornehmen wollte, wurde er von einem Zimmermädchen entdeckt, die sofort den Wachmann informierte. Zusammen mit einem weiteren Mieter konnten sie den Dieb stellen und festhalten.

Die Polizei hatte zunächst jede Menge Arbeit und musste alle 7 ausgeraubten Zimmer überprüfen. Da ein Teil der Mieter nicht vor Ort war, konnten die Beamten die gestohlenen Gegenstände zunächst nicht genau den Zimmern zuordnen. Nur zwei der bestohlenen Mieter waren anwesend.

Die beiden bestohlenen Mieter, eine 34-jährige Thai und ein 41-jähriger Amerikaner, überprüften ihre Zimmer und meldeten ihre Verluste den Beamten. Der Frau fehlten 12.000 Baht Bargeld, 7 Buddha Amulette und 3 Armbanduhren. Der Amerikaner meldete den Verlust von einem iPod und den 4,8 Millionen Dong.

Die Polizei beschlagnahmte alle Beweise und machte sich mit den Zeugen zusammen auf zum zuständigen Polizeirevier. Dort wurden alle gestohlenen Gegenstände erneut überprüft und auf eine Liste gesetzt. Dann fiel der 34-jährigen Frau Kanyanat auf, dass von ihren gestohlenen 12.000 Baht nur noch 2.000 Baht da waren. 10.000 Baht waren spurlos verschwunden.

Sie erinnerte die Beamten daran, dass bei der ersten Festnahme des Täters die ihr gestohlenen 12.000 Baht noch vorhanden waren. Sie wurde sehr ungehalten und bat die Beamten, ihre 10.000 Baht zu suchen. Gleichzeitig fiel ihr ein, das zuerst auch ein freiwilliger Volontär mit am Tatort gewesen wäre. Der Mann, ein Herr Jud, sei aber später spurlos verschwunden.

Die Beamten konnten sich das Ganze nicht erklären und waren sich zunächst nicht sicher, ob der Volontär das Geld sichergestellt hatte. Sie kontaktierten ihn über den Polizeifunk und beorderten ihn zurück auf die Polizeiwache.

Der Volontär erklärte den Beamten, dass er zwar am Tatort war, aber das Geld nicht angerührt habe. Bei einer Leibesvisitation konnten die Beamten auch nur einen kleinen Geldbetrag bei dem Mann finden. Frau Kanyanat war jedoch fest davon überzeugt, dass Herr Jud ihr Geld eingesteckt habe. Sie bat ihn eindringlich ihr Geld wieder herauszurücken. Sie würde im Gegenzug dann auch auf eine Anzeige verzichten. Der Volontär blieb allerdings bei seiner Aussage, dass er das Geld nicht angerührt habe.

Die Beamten konnten in diesem Falle nichts weiter für die bestohlene Frau tun. Sie nahmen zwar eine weitere Diebstahlsanzeige auf und gaben den Volontär dabei als mutmaßlichen Verdächtigen an. Die 10.000 Baht blieben jedoch spurlos verschwunden.