Kein Ende in Sicht! Am Mittwoch soll der Taifun „Nari“ auf Thailand treffen

pp Bangkok. Das nationale Wasser und Flut Management und das Meteorologische Institut warnen seit gestern schon vor der nächsten möglichen Katastrophe. Der Taifun Nari wird voraussichtlich am Dienstag und Mittwoch in Vietnam eintreffen und dann Kurs auf Nordost Thailand nehmen.

Die Behörden hoffen, dass er sich bis dahin etwas „abgekühlt“ hat und auf einen Tropensturm abgeschwächt ist. Trotzdem wird er vermutlich erneut Niederschlag in die Nordöstlichen Provinzen bringen und für weitere Überschwemmungen sorgen.

Die aktuelle Vorhersage der Wetterexperten spricht davon, dass Nari irgendwann am Mittwoch als tropischer Sturm über Nordost-Thailand fegen wird. Wie viel Wasser er mitbringt un letzten Endes über Thailand ablässt, kann bisher noch niemand voraussagen.

Herr Supoj Tovichakchaikul, der Generalsekretär des Wasser-Management sagte, er hoffe, dass Nari sich in Richtung Norden bewegt dabei hilft, den Bhumibol Damm in Tak, der derzeit nur 47% der vollen Kapazität hat, wieder zu füllen.

Aber, so betonte er, könnte es zu weiteren schlimmen Überschwemmungen kommen, falls sich der Taifun den Ost- und Zentral Regionen nähert. Dann wären die Behörden gezwungen, den ohnehin schon völlig überfüllten Pasak Jolasid Damm in Lop Buri noch weiter zu öffnen. Das würde für die hinter dem Pasak und Chao Phraya Fluss liegenden Gebiete weiteres Hochwasser bedeuten.

Der Wasserpegel des Pasak Jolasid ist bereits jetzt am oberen Punkt angekommen und der Damm hat 112% seiner vollen Kapazität erreicht. Zusätzliche Niederschläge würden die Betreiber zwingen, noch mehr Wasser als schon bisher abzulassen, sagte der Beamte.

Laut einem Sprecher der königlichen Bewässerung Abteilung am Mittwoch staut der Damm derzeit 1.076.000.000 Kubikmeter Wasser. Seine normale Kapazität liegt allerdings bei 960 Millionen Kubikmeter Wasser. Seit Samstag, so der Beamte, soll der Wasserstand sogar noch weiter angestiegen sein. Genaue Zahlen nannte er nicht.

In einer landesweiten Fernsehansprache sagte Herr Sopoj, dass Nari in jedem fall mehr Wasser bringen wird. Er sollte aber in den Norden und Nordosten gehen und auf keinen Fall in Richtung Osten abdrehen, betonte er. Seit dem 17. September wurden 42 Provinzen überschwemmt. Derzeit sind immer noch 28 Provinzen und rund 3,5 Millionen Menschen vom Hochwasser betroffen. Besonders stark hat es die Provinzen Sa Kaeo, Prachinburi und Chachoengsao getroffen, meldet das Katastrophenschutzamt.

Generaldirektor Chartchai Promlert der Katastrophenschutzbehörde „Disaster Prevention and Mitigation“ versprach für jeden vom Hochwasser betroffenen Haushalt eine finanzielle Entschädigung von 33.000 Baht, unabhängig von dem Ausmaß der Schäden.