Thailändische Behörden bitten das FBI um Hilfe

pp Bangkok. Der Fall um den mutmaßlichen Serienmörder und Vergewaltiger Herr Nui kam am 6. Dezember 2013 an die Öffentlichkeit.

Ein Vater hatte seine sechsjährige Tochter alleine auf seinem Pickup zum Schlafen hingelegt. Nach seiner Rückkehr war das Kind verschwunden. Anhand der Aufnahmen einer Sicherheitskamera konnte die Polizei ermitteln, dass ein fremder Mann das Kind weglockte, an die Hand nahm und entführte.

Durch die Bilder der Überwachungskamera kam man dem Täter auf die Spur und konnte ihn schließlich in Udon Thani verhaften. Er hatte sich einer Musikgruppe angeschlossen und arbeitete dort als Handlanger.

Bei seinem Verhör gab der Mann, der nur als „Herr Nui bekannt ist zu, das Kind entführt, vergewaltigt und ermordet zu haben. Im Laufe weiterer Verhöre gestand er, im Laufe der Jahre zehn Kinder missbraucht und vier Kinder getötet zu haben.

Das erstaunliche an dem Fall: Der Mann soll keinen Nachnahmen haben und auch nirgendwo gemeldet sein. Selbst im nationalen Register ist kein Eintrag über den Mann zu finden. Er besitzt natürlich auch keinen Pass, der ihn identifizieren könnte.

Er wuchs angeblich als Waisenkind bei Pflegeeltern im Süden der Provinz Khon Kaen auf (Ban Pueai Yai, A. Non Sila), die ihn als „Straßenkind“ in Bangkok aufgelesen hatten.

Bis heute wurden bei ihm lediglich Pfadfinder-Zeugnisse und Unterlagen über einen Gefängnisaufenthalt in Khon Kaen gefunden.

Da die Mordfälle und Vergewaltigungen zum Teil bereits viele Jahre zurück liegen, haben die thailändischen Ermittler ihre amerikanischen Kollegen beim FBI um Hilfe gebeten.

Die thailändischen Behörden hoffen, dass ihnen die amerikanischen Tatortermittler und die kriminelle Profiler zumindest bei der Aufklärung der drei weiteren Morde, die Herr Nui gestanden hat, weiterhelfen können.

Der Divisionskommandeur Generalmajor Supisal Pakdeenareunart hat eine entsprechende schriftliche Anfrage an das FBI geschickt, berichtet die Coconuts.Bangkok