DSI will Haftbefehle für etwa 2.400 Personen beantragen

DSI will Haftbefehle für etwa 2.400 Personen beantragen

Bangkok. Das Department of Special Investigation (DSI) ist bereits seit Monaten dabei, das laut ihren Angaben größte Kredit Hai Netzwerk Thailands zu zerschlagen. Dazu haben die Ermittler damit begonnen, bei der Staatsanwaltschaft Haftbefehle für etwa 2.400 gesuchte Personen, die an dem Netzwerk beteiligt sein sollen, zu beantragen, sagte Polizei Oberst Dusadee Arayawuthi am Dienstag.

Polizei Oberst Dusadee sagte weiter, dass er nächste Woche Justizminister Suwaphan Tanyuvardhana über den Fortschritt, den das DSI bei ihren Untersuchungen im Fall „Wichai“ gemacht hat, unterrichten wird.

Gegen Herrn Wichai Panngam läuft bereits seit längerer Zeit ein Haftbefehl. Allerdings vermuten die Ermittler, dass er sich schon vor längerer Zeit nach Übersee abgesetzt hat.

Grundstücke und Gebäude im Wert von rund 400 Millionen Baht von Thailands größtem Kredithai beschlagnahmt

Grundstücke und Gebäude im Wert von rund 400 Millionen Baht von Thailands größtem Kredithai beschlagnahmt

Im Zuge der Ermittlungen konnte das DSI in Zusammenarbeit mit der Polizei, dem Militär und lokalen Beamten bereits im Februar Grundstücke, Luxushäuser und Gebäude auf 800 rai Land in der Gemeinde Tha Sung von Uthai Thani beschlagnahmen. Der ThailandTIP hatte darüber berichtet.

Das DSI hatte bereits Ende des letzten Jahres damit begonnen, alle Vermögenswerte zu beschlagnahmen, die mit der sogenannten „Helmet Gruppe“ in Verbindung gebracht werden konnten. Mitte Januar wurden in diesem Zusammenhang schon einmal 29 Immobilien im Wert von rund 42 Millionen Baht in der Provinz Pathum Thani beschlagnahmt.

Die Justizbehörden glauben, dass Herr Wichai das größte Kredit Hai Unternehmen des Landes geleitet hat. Das Netzwerk wurde bereits 2011 gegründet und hatte Landesweit 86 Filialen. Das Unternehmen war dafür bekannt, ihren Schuldnern bis zu 300 Prozent Zinsen pro Jahr zu berechnen. Die Behörden vermuten weiter, dass Herr Wichai seine Geschäfte sogar schon bis nach Kambodscha ausgebreitet hat.

Die Ermittler glauben weiter, dass der Kredithai etwa 1.000 Regierungsbeamte als Komplizen hatte, die ihre Autorität dafür missbraucht haben, um seine Schuldner zur Rückgabe der Darlehen zu zwingen. Außerdem soll das Netzwerk rund 2.000 weitere Schwarzmarktgläubiger beschäftigt haben, die ungefähr rund 4 Milliarden Baht an etwa 170.000 Schuldner verteilt hatten.

Polizei Oberst Dusadee erklärte weiter, er würde das DSI und die Polizei Ermittler bitten, weitere Informationen gegen 80 bis 90 illegale Geldverleiher Netze, die alle mit dem Netzwerk von Wichai verbunden sein sollen, zu sammeln. In diesem Zusammenhang wollen die Ermittler etwa 2.400 Haftbefehle gegen die Personen beantragen, die landesweit an dem Netzwerk beteiligt sein sollen.

Unter den Verdächtigen befinden sich allerdings auch zahlreiche Beamte, sagte er weiter. Das DSI und das Amt der öffentlich-rechtlichen Korruptionsbekämpfungskommission (PACC) haben zusammen die Liste der Beamten überprüft, bevor sie ihren jeweiligen Ämtern disziplinarische Maßnahmen unterbreiten und die Angelegenheit dem Zentrum für nationale Korruptionsbekämpfung (CNAC) vorlegen wollen, betonte er weiter.

Oberst Dusadee sagte, dass es etwa einen Monat dauern wird, bevor alle Namen und Positionen der verdächtigen Beamten überprüft sind.

Auf sie Frage von Reportern, ob wie vom Anti-Geldwäscherei-Amt (Amlo) behauptet, auch einige nationale Politiker an Herrn Wichai’s Kredit Hai Netzwerk beteiligt waren sagte Oberst Dusadee, dass die Angelegenheit noch untersucht wird. Das Anti-Geldwäscherei-Amt (Amlo) wurde dazu um zusätzliche Beweise gebeten.

 

  • Quelle: Bangkok Post