Reiseleiter ermutigt seine Gruppe zu Selfies mit Seesternen

Reiseleiter ermutigt seine Gruppe zu Selfies mit Seesternen

Trang. Eine thailändische Touristin hat sich in den sozialen Netzwerken öffentlich entschuldigt, nachdem Bilder von ihr zusammen mit Seesternen, die ihr thailändischer Reiseleiter aus dem Nationalpark in der Provinz Trang aus dem Wasser geholt hatten, in den sozialen Netzwerken verbreitet wurden.

Der Fall wurde am Donnerstag bekannt, nachdem Einheimische die Leitung des Nationalparks über den Vorfall informiert hatten. Allerdings konnte die betroffene Reisegruppe dem Leiter des Nationalparks glaubhaft klarmachen, dass sie von dem Verbot, Meerestiere aus dem Wasser zu nehmen, nichts gewusst haben.

Im Gegenteil, so berichten sie, wurden sie von ihrem thailändischen Reiseleiter sogar dazu ermutigt, sich zusammen mit einem oder mehreren Seesternen fotografieren zu lassen. Der Reiseleiter hatte die Seesterne selber aus dem Wasser gefischt und wurde anschließend von der Parkleitung mit einer Geldbuße von 500 Baht bestraft.

Die Frau, deren Bild in den sozialen Netzwerken aufgetaucht war, entschuldigte sich später für ihre Handlungen und erklärte, dass sie nichts davon gewusst habe, dass sie keine Lebewesen aus dem Wasser nehmen durfte. Ihr Reiseleiter habe sie und die anderen Teilnehmer der Reisegruppe sogar dazu ermutigt, sich mit den Seesternen ablichten zu lassen.

Eine große Anzahl von Facebook-Nutzern hat allerdings mit Ekel über das Urteil kommentiert. Die Nutzer finden es unfair, dass es für die örtlichen Touristen zu keiner Geldstrafe oder Anzeige gekommen ist, da eine Anzahl von ausländischen Touristen kräftige Geldstrafen für ähnliche „Verbrechen“ bezahlen mussten und sogar dafür mit einer Gefängnisstrafe bestraft wurden.

Tourist auf Phuket wegen illegaler Fischerei verhaftet

Tourist auf Phuket wegen illegaler Fischerei verhaftet

Ein chinesischer Tourist wurde im Januar auf Ko Racha für die Aufnahme von zwei Fischen aus dem Wasser zwei Tage ohne Kaution festgehalten und hatte 100.000 Baht Geldstrafe zu zahlen. Der chinesische Tourist hatte die Fische am Plub Pla Strand lebend gefangen und anschließend in Plastikflaschen eingesperrt. Der ThailandTIP hatte über den Fall berichtet.

Russische Touristin wegen dem Füttern von Fischen vor Ko Racha verhaftet

Russische Touristin wegen dem Füttern von Fischen vor Ko Racha verhaftet

Im Februar kam es zu einem zweiten ähnlichen Vorfall, ebenfalls auf Ko Racha Yai. Während einer Patrouille hatten Polizeibeamte eine russische Touristin dabei beobachtet, als sie Fische im Wasser fütterte. Die 53 Jahre alte Frau wurde von den Beamten verhaftet und verbrachte zwei Tage im Gefängnis, bevor sie gegen eine Kaution in Höhe von 100.000 Baht wieder freigelassen. Sie durfte allerdings Thailand bis zu ihrem Gerichtsprozess nicht verlassen.

Herr Wittaya Khunsan, der Chef des Zentrums des „Krabi Marine und Coastal Resources Preservation“ erklärte, dass die Untersuchung gezeigt hatte, dass der aktuelle Vorfall in Trang’s Had Chao Mai National Park stattgefunden hatte.

Herr Wittaya sagte weiter, dass es im Nationalparkgebiet illegal ist, Meerestiere zu fangen. Er drängte jeden Touristen, sich an die Regeln zu halten und die Meeresressourcen auch für andere Touristen und Gäste zu bewahren.

Manoj Wongsureerat, der Chef des Chao Mai Nationalparkchef bestätigte gegenüber der Presse, dass der Reiseleiter, der den Seestern gefangen hatte, verhaftet und mit 500 Baht (ca. US $ 14,70) bestraft wurde.

„Wir haben strenge Regeln für den Tourismus im Nationalparkgebiet, und dies ist ein“ seltener „Fall eines Reiseleiters, der gegen die Regel verstößt und ein Meerestier fängt, um Touristen zu unterhalten“, sagte Herr Manoj.

„Der Nationalpark wird die Überwachung der touristischen Aktivitäten im Park verstärken, um sicherzustellen, dass keine Vorfälle wie dies jemals wieder passieren wird“, fügte er hinzu.

Direktor Prachuap Mokarat der „Trang Provincial Marine Resource Preservation Division“ sagte ebenfalls, dass die Marine und das Department für Küstenressourcen die Überwachung der Tourismus-Geschäft verstärken und versuchen wird, das Bewusstsein der Menschen zu erhöhen, um die Marine Ressourcen zu schützen.

 

  • Quelle: Phuket Gazette