Bräutigam erscheint nicht zur Hochzeit und soll von seiner Braut verklagt werden

Bräutigam erscheint nicht zur Hochzeit und soll von seiner Braut verklagt werden

Prachinburi. Eine 24 Jahre alte Thailänderin ist maßlos enttäuscht, nachdem ihr Freund sie am Sonntag vor allen geladenen Gästen blamierte und nicht zu seiner eigenen Hochzeit erschien. Der 26-jährige Geliebte hatte ein paar Stunden vor der Hochzeit festgestellt, dass er sich die geforderte Mitgift für die Braut gar nicht leisten konnte.

Am Sonntag sollte der Bräutigam 26 Jahre alte Boonyang Sawatdee aus seiner Heimatstadt Sa Kaeo in die Provinz Prachinburi reisen, um dort seine langjährige Freundin, die 24 Jahre alte Frau Arunee Jaengkrachang in ihrem Elternhaus zu heiraten. Die Eltern der Braut hatten bereits ein großes Fest ausgerichtet und alle Nachbarn, Freunde und Verwandte zu der Hochzeit eingeladen.

Als alle Gäste zur verheißungsvollen Zeit um 6 Uhr morgens vor Ort waren, fehlte nur noch der 26 Jahre alte Bräutigam. In einem Telefongespräch erzählte er seiner Freundin, dass er bereits auf dem Weg sei und sich etwas verspäten würde. Er bat sie darum, die Hochzeit um drei Stunden auf neun Uhr zu verschieben.

Die Stunden vergingen und von dem Bräutigam fehlte weiter jede Spur. Als ihn seinen zukünftige erneut über sein Telefon anrief, war er allerdings schon nicht mehr zu erreichen. Die enttäuschte Braut machte sich daraufhin zusammen mit ihren Eltern auf den Weg nach Sa Kaeo, um den Bräutigam bei seinen Eltern zu suchen.

Als sie bei dem Haus der Eltern ankamen, waren weder der Bräutigam, noch seine Eltern zu finden. Offenbar waren sie zu diesem Zeitpunkt bereits geflohen. Den Eltern und der Braut blieb nichts anderes übrig, als mit rotem Kopf wieder nach Hause zu fahren und die Hochzeit abzublasen.

Die Familie der Braut erfuhr später, dass Boonyang die von ihm versprochene Mitgift, die aus 200.000 Baht Bargeld (ca. 5.100 Euro) und einem Fünf-Baht-Gewicht Gold bestand, nicht aufbringen konnte, berichtete die Bangkok Post.

Die Familie der Braut erklärte dazu, dass sie bereits mehr als 100.000 Baht für die Hochzeitsfeier gezahlt hätten und dem Caterer noch weitere 22.000 Baht für das chinesische Fest schulden würden.. Deshalb hat die Familie einen Anwalt eingeschaltet und will den 26-jährigen Bräutigam für eine Entschädigung verklagen.

Laut den thailändischen Medien soll sich die betrogene Braut in Grund und Boden geschämt haben und vor Wut fast ohnmächtig geworden sein. Sie hat seitdem ihren gut bezahlten Job in einer Fabrik in Samut Prakan gekündigt, weil sie sich zu sehr schämt und ihren Arbeitskollegen nicht mehr unter die Augen treten will, da sie ihr Gesicht verloren hat, berichtet Thai Rath.

Boonyang ist nicht der erste Mann, der Stunden vor der Hochzeit feststellt, dass er sich die geforderte Mitgift gar nicht leisten kann. Erst Anfang diesen Jahres hatte ein anderer Mann aus dem Isaan ebenfalls in letzter Minute die geplante Hochzeit abgesagt, weil er sich das geforderte Brautgeld gar nicht leisten konnte.

 

  • Quelle: Bangkok Post, Thai Rath, Pattaya Daily News, Coconuts Bangkok