Die Regierung strebt für die nächsten fünf Jahre ein Wirtschaftswachstum von über 3 Prozent an

Die Regierung strebt für die nächsten fünf Jahre ein Wirtschaftswachstum von über 3 Prozent an

Bangkok. Das Kabinett hat am Dienstag (24. Dezember) ein Inflationsziel im Bereich von 1 bis 3 Prozent für das nächste Jahr verabschiedet. Gleichzeitig strebt die Regierung für die nächsten fünf Jahre ein Wirtschaftswachstum von über 3 Prozent an.

Das Ziel wurde gemeinsam vom Gouverneur der Bank of Thailand (BOT), Veerathai Santipraphob, und von Finanzminister Uttama Savanayana festgelegt. Die Inflationsrate blieb auf einem niedrigen Niveau, was vor allem auf die sinkenden Lebensmittel- und Energiepreise zurückzuführen ist, sagte Finanzminister Uttama.

Das Kabinett genehmigte in der Sitzung auch den vom Finanzministerium vorgeschlagenen Vierjahres – Finanzplan für die Geschäftsjahre 2021 bis 2024, sagte Regierungssprecher Narumon Pinyosinwat.

Das Finanzministerium prognostiziert im Jahr 2021 ein Wirtschaftswachstum von 3,1 bis 4,1 Prozent oder 3,6 Prozent, das von der Inlandsnachfrage getragen werden soll.

Die Gesamtinflationsrate dürfte dabei in einem niedrigen Bereich von 0,7 bis 1,7 Prozent liegen, fügte er weiter hinzu.

Die Regierung hat prognostiziert, dass die Wirtschaft zwischen den Jahren 2022 und 2024 um 3,4 bis 4,3 Prozent expandieren wird, oder dass sich das Wirtschaftswachstum zwischen 2023 und 2024 auf 4 Prozent beschleunigen könnte.

Die Wachstumserholung basiert auf Annahmen zur Beschleunigung der privaten Investitionen, der Ausweitung der Exporte und des Fortschritts der staatlichen Investitionen in die Infrastrukturprojekte der Regierung.

Es wird erwartet, dass der private Konsum aufgrund des Einkommensanstiegs und der Erholung der Weltwirtschaft im Jahr 2021 zunehmen wird. Aufgrund des wirtschaftlichen Aufschwungs würde er die Inflation im Jahr 2022 auf etwa 1,4 Prozent, im Jahr 2023 auf 1,5 Prozent und im Jahr 2024 auf 1,7 Prozent anheben.

Die Bewegung wird zwar weiterhin Haushaltsdefizite aufweisen, aber die Kluft zwischen den Einnahmen und den Ausgaben dürfte sich zwischen den Jahren 2021 und 2024 verringern.

Zusätzlich werden noch weitere neue Einnahmequellen durch die steigenden Steuern auf gesundheitsschädliche Konsumgüter, auf die Umweltauswirkungen, den E-Commerce, die Anleihegeschäfte, die Verrechnungspreise und durch die Überarbeitung der Steuerbefreiung für Privatpersonen erwartet.

Die Regierung hat geschworen, einen konservativen Ansatz für die Verwaltung der Staatsschulden zu verfolgen. Ende August 2019 belief sich die öffentliche Verschuldung auf 6,9 Billionen Baht, was 41,2 Prozent des thailändischen BIP entspricht.

Die Regierung hat jedoch nicht festgelegt, wann sie einen ausgeglichenen Haushalt erreichen kann. Die Zentralbank hat prognostiziert, dass die Wirtschaft in diesem Jahr um 2,5 Prozent und im nächsten Jahr um 2,8 Prozent expandieren wird. Das langsamere Wachstum wurde hauptsächlich von der allgemeinen globalen Abschwächung beeinflusst.

Der stellvertretende Gouverneur der Bank of Thailand (BOT), Herr Mathee Supapongse sagte, dass die thailändische Inflation rückläufig sei – sie lag zwischen 2000 und 2007 bei 2,5 Prozent, zwischen 2007 und 2013 bei 2,7 Prozent und zwischen 2014 und 2019 bei 0,6 Prozent.

Die BOT und das Finanzministerium haben ein Inflationsziel im Bereich von 1 bis 3 Prozent für das nächste Jahr festgelegt, das von dem seit 2015 festgelegten Jahresziel von 2,5 Prozent und minus oder plus 1,5 Prozent abweicht Das Ziel wird die Flexibilität für die Umsetzung der Geldpolitik bieten, und falls die Inflation von der Zielspanne abweicht, wird der geldpolitische Ausschuss der Zentralbank dem Finanzminister über die Situation berichten.

„Die Annahme eines neuen Ansatzes zur Inflationsbekämpfung bedeutet nicht, dass die Zentralbank die Richtung der Geldpolitik ändern wird. Die Zentralbank wird ihre geldpolitische Lockerung noch eine Weile fortsetzen, um dem Wirtschaftswachstum Rechnung zu tragen “, versicherte er.

 

 

Die Regierung strebt für die nächsten fünf Jahre ein Wirtschaftswachstum von über 3 Prozent an

Die Regierung strebt für die nächsten fünf Jahre ein Wirtschaftswachstum von über 3 Prozent an

Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Thailand bis 2024

 

Die Statistik zeigt das Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Thailand im Zeitraum 1980 bis 2018 und Prognosen bis zum Jahr 2024. Im Jahr 2018 betrug das Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts in Thailand rund 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das Jahr 2024 wird das Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts in Thailand auf rund 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr prognostiziert.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) bezeichnet den Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen, die im betreffenden Jahr innerhalb der Landesgrenzen hergestellt wurden und dem Endverbrauch dienen. Es gilt als wichtiger Indikator für die Wirtschaftskraft eines Landes. Das reale Bruttoinlandsprodukt berücksichtigt die Preisentwicklung. Seine Veränderung wird auch als Wirtschaftswachstum bezeichnet.

 

 

  • Quelle: The Nation Thailand