Thailand lässt Anklage gegen Red Bull Erben wegen tödlichem Unfall fallen

Thailand lässt Anklage gegen Red Bull Erben wegen tödlichem Unfall fallen

BANGKOK. In Thailand wurden die Strafanzeigen gegen den Erben des Red Bull Energy Drink Vermögens fallen gelassen, der 2012 nach einem Unfall angeklagt wurde, bei dem ein Polizist getötet wurde, teilte die Polizei am Freitag (24. Juli) mit.

Vorayuths „Boss“ Yoovidhya wurde wegen Geschwindigkeitsüberschreitung, Flucht und rücksichtslosem Fahren, was zum Tod eines Polizisten führte, angeklagt.

Ein Haftbefehl wurde ebenfalls zurückgezogen, sagte Thanawut Sanguansuk, der stellvertretende Leiter der Thonglor Polizeistation, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

 

Thailand lässt Anklage gegen Red Bull Erben wegen tödlichem Unfall fallen

Thailand lässt Anklage gegen Red Bull Erben wegen tödlichem Unfall fallen

Vorayuth Yoovidhya, 27, bekannt als Boss, wurde im September 2012 verhaftet, nachdem ein schwarzer Ferrari auf der Sukhumvit Soi 47 in Bangkok auf ein Motorrad gestoßen war. Der Motorradfahrer Pol Snr Sgt. Maj. Wichian Klanprasert (48) von der Polizeistation Thong Lor wurde getötet. (Foto von Somchai Poomlard)

 

Vorayuth wurde beschuldigt, seinen schwarzen Ferrari in Bangkok gegen einen Polizisten auf einem Motorrad gefahren zu haben. Dabei zog er den Körper des Offiziers mehrere Dutzend Meter lang über die Straße und floh anschließend vom Unfallort.

Die thailändischen Behörden erließen schließlich fünf Jahre nach dem Unfall einen Haftbefehl gegen Vorayuth, nachdem er bereits acht gesetzliche Vorladungen verpasst hatte.

Vorayuth ist ein Enkel des verstorbenen Chaleo Yoovidhya, dem Schöpfer des Krating Daeng oder Red Bull Energy Drinks.

Der 88 Jahre alte Chaleo wurde als drittreichste Person in Thailand zum Zeitpunkt seines Todes im Jahr 2012, mit einem geschätzten Nettowert von 5 Milliarden US-Dollar im Forbes Magazin gelistet.

Im Juni 2020 stieg der Druck auf die thailändische Polizei, nachdem die Staatsanwaltschaft gewarnt hat, dass es in der Verantwortung der Polizei liegt, die Ortung des Verdächtigen zu beschleunigen bevor der Fall abläuft.

Die Nationale Antikorruptionskommission (NACC) hat die Polizei ebenfalls im Juni 2020 wegen milder Pflichtverletzung in ihrem nachsichtigen Umgang mit dem tödlichen Fall gegen den flüchtigen Red Bull Erben Vorayuth Yoovidhya (Boss) für schuldig befunden.

Eine Untersuchung der NACC ergab die Absicht, den inzwischen 35-jährigen Vorayuth von der Strafverfolgung wegen Drogenmissbrauchs und Geschwindigkeitsüberschreitung auszunehmen. Die forensische Polizei kam zu dem Schluss, dass er zum Zeitpunkt des Unfalls in Bangkok mit seinem Ferrari 177 Stundenkilometern fuhr.

Die Kommission stellte fest, dass Polizei Oberstleutnant Wiradol Thabthimdee, der Chefverhörbeamter der Polizeistation Thong Lor, fahrlässig gehandelt hatte, und machte ihn deswegen für leichte Verstöße verantwortlich – was allerdings nur eine leichte Disziplinarstrafe nach sich trug.

Da es nicht gelungen war, einen Haftbefehl gegen Herrn Vorayuth zu erwirken, entschied die NACC, dass es sich um eine leichte Disziplinarverletzung seitens Polizei Obertsleutnant Wiradol, Polizei Oberst Chumphol Phumphuang, dem ehemaligen Chef der Polizeistation Thong Lor, und der Vernehmer der Station, Polizei Oberst Samrit Ketyam und Polizei Oberstleutnant Wibul Thinwatanakul, handelte.

 

  • Quelle: Bangkok Post