BANGKOK. Der ehemalige stellvertretende nationale Polizeichef, General Surachate „Big Joke“ Hakparn, hat eine Verleumdungsklage gegen einen ehemaligen engen Mitarbeiter eingereicht. Dies verschärft einen öffentlichen Konflikt innerhalb der Polizeiführung und lässt auf weitere rechtliche Schritte gegen andere schließen. Die Klage wurde am 5. Februar 2026 vom Strafgericht für Süd-Bangkok angenommen; eine erste Anhörung ist für nächsten Monat angesetzt.
Die Klage wurde von Surachates Anwalt, Sanyaphatara Samart, gegen Polizeioberst Phakphum Phitsamai, einen ehemaligen stellvertretenden Leiter der Ermittlungsabteilung der Provinzpolizei Region 4, eingereicht. Die Klage wirft ihm Verleumdung durch Werbung vor, die auf drei Medieninterviews von Phakphum beruht, welche Surachates Ruf geschädigt haben sollen. Der Anwalt erklärte, die Klage diene der Wiederherstellung der Würde und der Erlangung juristischer Klarheit, nicht einer emotionalen Reaktion oder dem Versuch, Kritik zu unterdrücken.
Der Streit folgt auf eine Phase verstärkter öffentlicher Beobachtung und Anschuldigungen gegen Surachate, einst eine der prominentesten Persönlichkeiten der thailändischen Polizei. Sein Anwaltsteam erklärte, Surachate habe die in den Interviews gemachten Aussagen sorgfältig geprüft und sei zu dem Schluss gekommen, dass sie die rechtlichen Voraussetzungen für Verleumdung erfüllten. Der Fall wurde unter der Aktennummer A.107/2569 registriert; die Verhandlung findet am 16. März 2026 um 13:30 Uhr statt.
Sanyaphatara erklärte, Surachate habe der Polizeiorganisation durch seine Arbeit zuvor Anerkennung verschafft, die öffentlich geäußerten Anschuldigungen hätten jedoch seinem Ruf geschadet. Er betonte, das Gerichtsverfahren sei notwendig, um anhand von Beweisen festzustellen, ob die Behauptungen wahr oder falsch seien. Der Anwalt fügte hinzu, Surachate reiche keine strategische Klage gegen die Beteiligung der Öffentlichkeit ein, sondern handle ausschließlich, um seinen Ruf zu wahren.
Das Anwaltsteam bestätigte zudem, dass es Aussagen mehrerer Personen prüft, die Surachate möglicherweise in den Medien verleumdet haben. Mehr als zehn ehemalige Untergebene wurden in den Berichten erwähnt, und der Anwalt erklärte, Surachate behalte sich das Recht vor, in jedem relevanten Fall rechtliche Schritte einzuleiten. Innerhalb einer Woche werden weitere Klagen erwartet, schätzungsweise zwei bis drei weitere Fälle, hauptsächlich gegen Polizeibeamte.

Zu den Berichten über Angriffe auf 17 Personen, die angaben, Surachate nahe zu stehen, sagte Sanyaphatara, dass jeder mit stichhaltigen Beweisen den offiziellen Rechtsweg beschreiten solle. Er warnte davor, dass Anschuldigungen ohne rechtliche Beweise oder unter unzulässigem Einfluss die Ankläger selbst haftbar machen könnten. Er fügte hinzu, dass Surachate weiterhin ein normales Leben führe, in seinem zuvor durchsuchten Wohnsitz wohne und regelmäßig Tennis spiele.
Laut Daily News wird Surachate voraussichtlich den direkten Kontakt zu den Medien einschränken, solange das Gerichtsverfahren andauert. Sein Anwalt erklärte, weitere Interviews könnten Verwirrung stiften oder zu widersprüchlichen Darstellungen führen, und die Angelegenheit solle nun auf dem Rechtsweg geklärt werden. Die Entscheidung des Gerichts, ob es zu einem Prozess kommt, wird von Polizei und Politik mit Spannung erwartet.
Wichtigste Erkenntnisse
- Pol General Surachate Hakparn hat eine Verleumdungsklage gegen Pol Col Phakphum Phitsamai wegen dreier Medieninterviews eingereicht.
- Das Strafgericht für Süd-Bangkok nahm den Fall am 5. Februar 2026 an und setzte eine Anhörung für den 16. März 2026 an.
- Die Anwälte von Surachate ließen durchblicken, dass weitere Klagen gegen andere ehemalige Untergebene folgen könnten.
- Quelle: ASEAN Now, Dailynews