BANGKOK. Am Dienstagabend, dem 28. April, lieferten sich zwei Motorradtaxifahrer auf einer belebten Straße in Bang Bon, Bangkok, eine Messerstecherei, bei der ein ausländischer Fahrgast nur knapp verfehlt wurde. Die Auseinandersetzung, die gefilmt und in den sozialen Medien vielfach geteilt wurde, führte zu erheblichen Verkehrsbehinderungen, da sich Schaulustige versammelt hatten.
Der Vorfall begann damit, dass sich die Motorradfahrer in der Nähe der Soi Kamnan Maen 11 verfolgten, bevor sie vor einem Papayasalatstand anhielten und aufeinander losgingen. Zeugen berichteten, ein Fahrer in schwarzem Hemd habe einem anderen Fahrer in braunem Hemd in die Hand gestochen. Der ausländische Fahrgast, zwar erschrocken, aber unverletzt, flüchtete in einen nahegelegenen Supermarkt, um dem entstehenden Chaos zu entkommen.

Die Polizei der Polizeistation Bang Khun Thian identifizierte die Fahrer als Angestellte desselben Fahrdienstes. Ein Zeuge vermutete, der Streit sei auf Konkurrenz um Fahrgäste zurückzuführen. Die Behörden erhoben später Anklage gegen beide wegen vorsätzlicher Körperverletzung, worauf eine Geldstrafe von bis zu 5.000 Baht steht.
Der verletzte Fahrer erklärte den Behörden, der Konflikt habe begonnen, nachdem er den ausländischen Fahrgast in Sathorn aufgenommen hatte. Er gab an, die Auseinandersetzung sei durch einen Streit über die von beiden Fahrern genutzte Fahrdienstplattform ausgelöst worden. Die Situation beruhigte sich, als ein Passant eingriff und die Waffe an sich nahm.
Experten sehen in diesem Vorfall ein Zeichen für die zunehmenden Spannungen unter Motorradtaxifahrern in Bangkok angesichts des wachsenden Wettbewerbs durch App-basierte Dienste. Die Situation unterstreicht die Notwendigkeit klarerer Vorschriften und Sicherheitsmaßnahmen.
- Quelle: ASEAN Now, The Thaiger