KOH SAMUI. Die thailändische Einwanderungspolizei hat einen israelischen Staatsbürger festgenommen, der wegen schwerer Verbrechen, darunter Mord und Sprengstoffdelikte, gesucht wurde. Er war auf Koh Samui aufgespürt worden. Der Verdächtige, der als der 28-jährige Matan Aviv identifiziert wurde, wurde am 29. April gegen 16:00 Uhr nach Abstimmung mit Interpol und der israelischen Botschaft in Thailand festgenommen. Die Behörden haben seine Aufenthaltsgenehmigung für Thailand widerrufen und bereiten seine Abschiebung nach Israel vor, wo ihm der Prozess gemacht werden soll.
Die Festnahme erfolgte nach Ermittlungen der Einwanderungspolizei von Surat Thani, die Herrn Avivs Bewegungen nachverfolgt hatte, nachdem sie Hinweise erhalten hatte, dass er aus Israel geflohen und sich in Thailand versteckt gehalten hatte. Er gilt als Führungsfigur einer israelischen kriminellen Organisation, bekannt als die „Avenger“-Gang, und ist mehrfach vorbestraft. Zu seinen mutmaßlichen Straftaten zählen Diebstahl, Betrug, illegaler Waffenbesitz und Drogenhandel; zudem laufen Verfahren wegen Mordes, des Versands von Sprengsätzen und der Durchführung von Bombenanschlägen.
Die Polizei gab bekannt, dass sich Herr Aviv und drei seiner Begleiter in einer Villa auf Koh Samui aufhielten. Dort griffen Beamte ein, nachdem die Einwanderungsbehörde der Region 6 die Aufhebung seines Visums genehmigt hatte. Er wurde in Gewahrsam genommen und formell über die Aufhebung seines Aufenthalts informiert. Die Begleiter wurden protokolliert und den israelischen Behörden zur weiteren Überprüfung gemeldet. Offizielle Stellen bestätigten, dass ihm die Wiedereinreise nach Thailand dauerhaft untersagt wurde.
Die Behörden stuften Herrn Aviv als gefährliche Person ein. Interpol erließ am 17. April 2026 eine grüne Fahndungsnotiz, die vor einer möglichen Bedrohung durch ihn und seiner Bewaffnung warnte. Gegen ihn liegt außerdem ein Haftbefehl des Amtsgerichts Hadera in Israel vor, unter anderem wegen Verschwörung, Behinderung der Justiz und Gefährdung der öffentlichen Sicherheit. Thailändische Beamte betonten, die enge Zusammenarbeit mit der israelischen Botschaft sei entscheidend für die Identifizierung und den Aufenthaltsort des Verdächtigen gewesen.
Generalmajor Chutharet Yingyongdamrongsakul erklärte, die Operation sei Teil einer umfassenderen Kampagne gegen grenzüberschreitende Kriminalität gemäß nationalen Richtlinien. Die Initiative richtet sich gegen ausländische Staatsangehörige, die in kriminelle Aktivitäten verwickelt sind oder eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellen, insbesondere gegen diejenigen, die Thailand als Basis nutzen. Die Behörden bekräftigten, dass alle ausländischen Einwohner Thailands sich an thailändisches Recht halten müssen, andernfalls drohen ihnen strenge rechtliche Konsequenzen.

Kaoded berichtete, dass Herr Aviv weiterhin in Haft bleibt und auf seine Abschiebung nach Israel wartet, wo er sich aufgrund bestehender Haftbefehle vor Gericht verantworten muss. Die Einwanderungsbehörden bestätigten, dass weitere Überprüfungen seiner Kontaktpersonen laufen und gegebenenfalls zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden, falls diese als Risiko eingestuft werden. Die Öffentlichkeit wird dringend gebeten, verdächtiges Verhalten von Ausländern über die Hotline 1178 der Einwanderungsbehörde zu melden.
- Quelle: ASEAN Now