BANGKOK. Der Lokführer des Güterzugs, der am Samstag an einem stark befahrenen Bahnübergang in Bangkok einen Passagierbus und weitere Fahrzeuge rammte, wurde positiv auf Drogenmissbrauch getestet und besaß keine Eisenbahnverkehrslizenz, wie der Leiter der Eisenbahnbehörde mitteilte.
Pichet Kunadhamraks, Generaldirektor der Eisenbahnverkehrsbehörde, veröffentlichte die Anschuldigung am Sonntagabend online. Er gab an, die Polizei habe berichtet, dass Sayomporn Sornkul, Lokführer des Güterzugs Nr. 2126 von Laem Chabang nach Bang Sue, einen Urintest absolviert habe, der positiv auf Drogenmissbrauch ausgefallen sei.
Darüber hinaus sagte Herr Pichet, dass Herr Sayomporn keine Zugbetreiberlizenz vom Eisenbahnministerium besitze.

Am Sonntag wurden in Bangkok, nahe dem Bahnübergang, an dem sich der tödliche Zusammenstoß zwischen einem Zug und einem Bus ereignet hatte, Blumen neben den Bahngleisen niedergelegt. (Foto: Varuth Hirunyatheb)
Herr Pichet hat Alkohol- und Drogentests für alle Mitarbeiter seiner Behörde angeordnet, die im Zugbetrieb tätig sind. Er forderte außerdem eine Untersuchung gegen die Bahnaufsichtsbeamten, die Herrn Sayomporn (46) die Fahrt mit dem Zug gestatteten, der am Samstagnachmittag auf der Asok-Din Daeng Road im Bezirk Huai Khwang in Bangkok in den tödlichen Zusammenstoß verwickelt war.
Herr Sayomporn wurde suspendiert und muss neben rechtlichen Anklagen auch mit einer Bestrafung wegen eines schweren Disziplinarverstoßes rechnen.
Der Polizeichef von Bangkok, Generalleutnant Sayam Boonsom, erklärte, der Lokführer sei zunächst wegen fahrlässiger Tötung und schwerer Körperverletzung angeklagt worden. Auch der Fahrer des Busses, der am Bahnübergang angehalten hatte, muss sich wegen desselben Delikts verantworten.
Bei dem Zusammenstoß kamen acht Menschen ums Leben und etwa 30 weitere wurden verletzt, sagte er.
Laut Polizeigeneralleutnant Sayam verlangsamte der Zug seine Fahrt nicht und hielt auch nicht an, obwohl ein örtlicher Bahnübergangsbeamter eine rote Flagge hisste und den Lokführer aufforderte, den Zug wegen des vorausfahrenden Straßenverkehrs anzuhalten.
- Quelle: Bangkok Post