Der Franke war am 9. Februar einer Thailand-Reise in München gelandet. Der Zoll sah in das Gepäck des Meßtechnikers und fand darin fast 440 Ringe minderer Qualität. In fünf Ringe waren Hakenkreuze eingraviert.
Justiz & Polizei
Waffenhändler Bout wehrt sich gegen Auslieferung
„Die Anschuldigungen sind reine Fabrikationen der USA“, verlas Alla Bout am 27. August in Bangkok eine Erklärung ihres inhaftierten Mannes. „Ich habe nie mit Waffen gehandelt.“ Es gebe zudem keinen Beweis für die Anschuldigungen.
Waffenhändler Bout wird an die USA ausgeliefert
In den USA soll der 43jährige vor Gericht kommen. Die Anklagepunkte reichen von Verschwörung zur Tötung von Amerikanern bis zur Unterstützung von Terrorgruppen. Bout droht lebenslange Haft. Im Vorjahr war die Auslieferung abgelehnt worden; die Ermittlungen gegen Bout seien politisch motiviert, so der damalige Richter. Die USA beriefen dagegen.
27 Jahre Haft für einen Studenten
Der Student ging auf das Pathumwan Institute of Technology. Das Gericht sah es als erwiesen an, daß er am 10. Dezember 2009 zusammen mit einem Komplizen einen Studenten der rivalisierenden Rajamangala Universität ermordet hat.
„Rothemden“-Australier freigelassen
Purcell, der sich als Rothemden-Sympathisant bekannt und während der Unruhen in Bangkok auf der Bühne der außerparlamentarischen Opposition aufgetreten ist, bekannte sich am 20. August schuldig, gegen die Notstandsgesetze verstoßen zu haben.
Polizisten überfahren: Bewährung!
Preecha Tricharoon wurde verurteilt, weil er während eines Polizeieinsatzes gegen die PAD am 7. Oktober 2008 mit seinem Pick-up fünf Polizisten angefahren bzw. überfahren hatte.
„Kinderhilfe“-Bund legte auch Behörden rein
Die 10. Strafkammer des Landgerichts Augsburg steht vor keiner einfachen Aufgabe. Sie muß klären, wie die dubiose Vereinsarbeit des Kinderhilfe-Bunds strafrechtlich zu bewerten ist. Der Vorwurf: Mehr als 500.000 Euro an Spendengeldern, die eigentlich für Waisenkinder in Thailand gedacht waren, sollen versickert sein.
Thaksin-Vermögen bleibt eingefroren
Der Oberste Gerichtshof Thailands lehnte am 11. August die Annahme von Thaksins Berufungsklage ab.
Mutmaßlicher Mörder weiterhin frei
Erst sieben Jahre später wurde der mutmaßliche Täter, ein Thai namens Kamol K., wegen Mordes zu 15 Jahren und acht Monaten Haft verurteilt.
Aufregung um verschwundene Juwelen
Die Sondereinheit der Polizei, das Department of Special Investigations, weist alle Vorwürfe zurück: Die Schmuckstücke hätten sich nie in der dortigen Asservatenkammer befunden.
Internet-User begnadigt
Der 34jährige hatte auf der Videoplattform YouTube majestätsbeleidigende Videos gepostet und war am 14. Januar 2009 verhaftet worden. Am 3. April 2009 war er deshalb zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Da er aber geständig war, wurde die Strafe halbiert.
18 Monate Gefängnis für Radiomoderatoren in Udon
Das Gericht sah es in einem Schnellverfahren als erwiesen an, daß die beiden Männer am 19. Mai gegen die Notstandsgesetze verstießen, indem sie Rothemden via Radio zu einem Aufstand aufforderten, in dessen Wege dann das Rathaus in Udon Thani in Flammen aufging.
Spendenaffäre der Demokraten: Verfassungsgericht verlängert Frist
Die Demokraten hatten um Fristverlängerung von einem Monat gebeten, das Gericht erklärte sich damit einverstanden, zusätzliche zwei Wochen auf den Verteidigungs-Schriftsatz der Partei warten zu wollen.
Gefälschte Amulette verkauft: Fünf Jahre Knast
Sitthikorn B. verkaufte im Jahre 2007 sogenannte „Somdet Nua Hua“-Amulette, die mit den königlichen Insignien verziert waren – dafür war Sitthikorn aber nicht die Erlaubnis erteilt worden, obwohl er beim Verkauf der Amulette genau das behauptet hatte.
Thaksin-Urteil: Richter verteidigen sich
Amtssprecher Sitthisak Wanachakit sagte, die Entscheidung habe nicht von vorneherein festgestanden, auch sei sie nicht „arrangiert“ worden.
Thaksin will Rechtsmittel einlegen
In einer Erklärung sagte Thaksin, er werde das Urteil nicht akzeptieren, weil das Gericht ihm 46 Milliarden Baht „geraubt“ habe.
Gerücht: Richter sollen bestochen worden sein
Angeblich sollen jeweils eine Million Baht den Besitzer gewechselt haben, ein Sprecher sagte, diese Gerüchte seien haltlos, zumal Richter am Obersten Gericht noch niemals bestochen worden wären.




