Hoher Polizeibeamter gibt zu, Yingluck bei ihrer Flucht geholfen zu haben

Hoher Polizeibeamter gibt zu, Yingluck bei ihrer Flucht geholfen zu haben

Bangkok. Nachdem die ehemalige Premierministerin Yingluck Shinawatra nicht zu ihrem Gerichtstermin erschienen ist und in ihrer Abwesenheit zu fünf Jahren Haft verurteilt wurde, versuchen die Behörden weiterhin, ihren Fluchtweg aus Thailand zu rekonstruieren. Obwohl sie von der derzeitigen Regierung unter starker Bewachung stand, ist ihr die Flucht aus Thailand geglückt.

Der Anfangsverdacht der Ermittler, dass ihr von hohen Polizeibeamten bei der Flucht geholfen wurde, hat sich mittlerweile bestätigt.

Hoher Polizeibeamter gibt zu, Yingluck bei ihrer Flucht geholfen zu haben

Hoher Polizeibeamter gibt zu, Yingluck bei ihrer Flucht geholfen zu haben

Polizei Oberst Chairit Anurit, ein stellvertretender Kommandant von Bangkoks Metropolitan Police Bureau (MPB) hat mittlerweile öffentlich zugegeben, dass er die ehemalige thailändische Ministerpräsidentin in einem Toyota Camry nach Sa Kaeo, einer Provinz, die an Kambodscha grenzt, in der Nacht, bevor sie vor dem Obersten Gerichtshof erscheinen sollte, gefahren hat, berichtet Thai PBS.

Polizei Oberst Chairit wird sich zunächst mit einer Anklage wegen fälschen von Dokumenten auseinander setzten müssen, das die Ermittler glauben, dass das Nummernschild des auf der Flucht verwendeten Toyota eine Fälschung war.

Allerdings musste der Verdächtige Polizei Oberst Chairit nach seinem Verhör wieder freigelassen werden, da er bisher von den Behörden noch nicht angeklagt wurde. Laut der thailändischen Presse war nicht sofort klar, welche anderen Straftaten er noch begangen hatte.

Die Polizei ist im Besitz eines Kfz-Kennzeichens, das im Inneren des Autos gefunden wurde. Die Beamten versuchen nun herauszufinden, ob dieses Kennzeichen echt oder falsch ist.

Wie der Polizeichef der Metropolitan Polizei Sanit Mahathavorn gegenüber den Medien erklärte, kann bisher noch kein Haftbefehl gegen Polizei Oberst Chairit  ausgestellt werden, da erst sichergestellt werden muss, dass er Yingluck tatsächlich bei ihrer Flucht über die Grenze geholfen hat, oder ob er nur der Fahrer ihres Fluchtfahrzeugs war.

Allerdings wurde der verdächtige Beamte als disziplinarische Maßnahme auf einen anderen Posten versetzt. Da die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen sind und sich weiter hinziehen, müssen die Ermittler zunächst die weiteren Ergebnisse ihrer Untersuchungen abwarten, bevor sie rechtliche Schritte gegen Oberst Chairit einlegen können, meldet die Post Today.

Mittlerweile wurde ein Haftbefehl für Yingluck an alle Polizeistationen in Thailand und an jeden Einwanderungskontrollpunkt geschickt. Allerdings dürfte es dafür mittlerweile zu spät sein, melden die thailändischen Medien, da sich Yingluck mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits im für sie sicheren Dubai aufhält. .

Thailand und Dubai haben kein gemeinsames Auslieferungsabkommen für Kriminelle.

 

  • Quelle: Thai PBS, Post Today, Pattaya One News, Coconuts Bangkok