Premierminister Prayuth möchte Deutschland als strategischen Partner gewinnen

Premierminister Prayuth möchte Deutschland als strategischen Partner gewinnen

Bangkok / Berlin. Premierminister Prayuth Chan o-cha bezeichnete bei seinem Besuch am Mittwoch im Kanzleramt Deutschland als einen langjährigen Verbündeten Thailands, der mittlerweile bereits schon über 150 Jahre alt ist. Dabei hob Prayuth die erfolgreiche gemeinsame Zusammenarbeit bei der Forschung, bei der technischen Entwicklung und bei der menschlichen Entwicklung hervor.

In einer gemeinsamen Pressekonferenz, die am Mittwoch im Kanzleramt in Deutschland abgehalten wurde, sagte der Premierminister, er betrachte Deutschland als eine Inspiration für Thailand, um sich auf die industrielle Entwicklung von Thailand 4.0 vorzubereiten.

Premierminister Prayuth, der zu einem zweitägigen Besuch nach Deutschland gereist war, lobte während seiner Rede im Kanzleramt die starke Führung von Bundeskanzlerin Merkel und bezeichnete Deutschland als den engsten Verbündeten Thailands in der Europäischen Union. Dabei betonte General Prayuth, dass die bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Ländern mittlerweile schon 156 Jahre zurückreichen.

Während seiner Rede erklärte er auch, dass Thailand und Deutschland beabsichtigten, den gemeinsamen Handel in beide Richtungen bis zum Jahr 2020 auf geschätzte 15 Milliarden Euro zu erhöhen.

Bundeskanzlerin Merkel hob unterdessen ebenfalls die langjährigen Beziehungen zwischen Deutschland und Thailand sowie den Austausch der Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern hervor. Dabei lobte sie vor allem die Zusammenarbeit auf bilateraler und auf regionaler Ebene.

Bundeskanzlerin Merkel fügte weiter hinzu, dass die beiden Länder bisher auch bei der Lösung von Problemen in der internationalen Gemeinschaft gute Arbeit geleistet hätten.

Sie zeigte sich erfreut über die positive politische Entwicklung in Thailand und wünschte Premierminister Prayuth viel Erfolg bei den bevorstehenden Wahlen.

Nach dem Besuch von Premierminister Prayuth sollte Angela Merkel am Freitag zusammen mit einer ausgesuchten Delegation am Freitag nach Madrid abreisen. Von hier sollte sie zusammen mit der Delegation einen Flug nach Buenos Aires antreten, um hier an der Eröffnung des G20 Gipfels in Argentinien teilzunehmen.

Nach den Tweets von deutschen Journalisten an Bord des Airbus A340, der nach dem ersten deutschen Kanzler der Nachkriegszeit „ Konrad Adenauer „ benannt wurden, wird Merkel allerdings den Donnerstagabend noch in Bonn verbringen. Die Kanzlei hat diese Berichte bisher noch nicht bestätigt.

Airbus A340 - Konrad Adenauer

Airbus A340 – Konrad Adenauer

 

Ein hochrangiger Journalist beim ZDF sagte, Merkel würde Donnerstagabend in Bonn verbringen. Das Flugzeug der Kanzlerin kehrte aus den Niederlanden zurück und landete wegen diverser Störungen in Köln, weil es die einzige Basis mit einem Ersatzflugzeug war, sagte die Nachrichtenagentur DPA.

Die DPA meldet weiter, dass sie bei ihrer Landung in Köln von mehreren Feuerwehrfahrzeugen erwartet wurde.

Der Kapitän der Maschine hatte den Passagieren nur gesagt, dass das Flugzeug umkehren müsste, da es offenbar ein technisches Problem an mehreren elektrischen Systemen gegeben habe.

 

  • Quelle: Thai PBS World, DPA