Anwohner in Chiang Mai, Phayao, Phrae und Phitsanulok protestieren gegen die Staudammprojekte der Regierung.

pch/Chiang Mai. Es sollen bis zu 28 Dämme mit dem 350-Milliarden-Baht Projekt gebaut werden. Es ist geplant, Unteranderem in den Gebieten der Flüsse Maenam Ping, Maenam Yom, Maenam Nan, Maenam Sakae Krang, Maenam Pasak und anderen Einzugsgebieten Staudämme landesweit zu bauen. Alle Damm-Bauprojekte sollen innerhalb von fünf Jahren abgeschlossen werden.

Khiangkham Samyot, 48, ist eine der 190 Einwohner von Mae Khanil Tai, einem Dorf in der Provinz Chiang Mai, die gegen die Pläne der Regierung sind, auf ihrem Dorfgebiet einen Stausee zu bauen. Das Reservoir wird fast 80 Millionen Kubikmeter Wasser für die landwirtschaftliche Nutzung in Hang Dong und San Pa Tong aufnehmen können.

Etwa 1960 Rai im Ob Khan Nationalpark und 1100 Rai in Mae Khanil Tai in Hang Dong und Ban Huay Thong in San Pa Tong, Khiangkhams Haus eingeschlossen, werden unter Wasser sein. "Wir wollen nirgends anderswo hin. Hier ist unsere Heimat, die wir behalten wollen", sagte sie.

Khiangkham und ihre Familie haben dieses Staudamm-Projekt seit mehr als 18 Jahren bekämpft, da der Damm 1997 zunächst vom königlichen Bewässerungsamt vorgeschlagen wurde. Das Amt hatte drei Beratungsunternehmen, Panya Consultant, Pre Development, und Sanyu Consultant für eine Machbarkeitsstudie und eine Umweltverträglichkeitsstudie für dieses Projekt beauftragt.

Aufgrund des starken Widerstands von Dorfbewohnern hatte das Bewässerungsamt zum Aufgeben des Projekts geraten und den Dorfbewohner versprochen, dass dieser Damm nicht gebaut würde, wenn die Dorfbewohner dagegen sind.

"Ich hätte nie gedacht, dass dieses Dammprojekt wieder kommen würde. Niemand von irgendeiner Regierungsbehörde informierte uns, dass im Rahmen des 350-Milliarden-Baht Projekts der Damm wieder aktuell werden soll“, sagte sie. Khiangkham hat gerade ein neues Haus aus Teakholz gebaut und der Umzug in ihr neues Haus für dieses Jahr geplant.

Bis jetzt hat sie Geld auf einer 20 Rai großen Farm verdient, auf der sie Pampelmusen, Zitronen, Bananen und Mango anbaut. Manchmal kann sie Bambussprossen und Pilze aus dem Wald nahe vom Dorf auf dem Markt verkaufen. "Wenn wir an einen anderen Ort gehen müssen, wie können wir ein neues Leben anfangen?", sagte sie. Wie Khiangkham sagte auch Somporn Chantabutr, 48, dass sie gegen dieses Staudamm-Projekt gekämpft hat, seit sie jung war. Wie sie und andere Dorfbewohner will sie sich nicht aus ihrem Geburtsort vertreiben lassen.

In einem Dorf inmitten von Bergen lebend, muss Somporn kein Geld ausgeben, um Lebensmittel zu kaufen. Sie kann Gemüse hinter ihrem Haus pflanzen und Pilze und Bambussprossen aus dem Wald holen zum Kochen. In Mae Khanil Tai, einem 200 Jahre alten Dorf, sind vor allen Häusern seit 18 Jahren kleine hölzerne Banner aufgestellt, die sagen: "Dieses Haus ist will den Damm nicht".

Darüber hinaus hat die nationale Menschenrechtskommission erklärt, das Staudammprojekt verletze das Recht zum Schutz der natürlichen Ressourcen und von Kulturerbe.