Bandenkrieg, Mafia und andere Theorien zur Bombenexplosion in der Ramkhamhaeng.

pch/Bangkok.  Wir berichteten letzte Woche darüber  Anwohner und Händler in der Nähe des Ramkhamhaeng Soi 43/1, wo vor einer Woche eine Bombe explodierte, sagen, der Vorfall könnte das Ergebnis eines Streits zwischen Beamten und lokalen Mafia Banden sein, die Geld von Straßenhändlern erpressen.

Frau Boon, (Alias), eine Motorrad Taxifahrerin mittleren Alters, die die Explosion erlebt hat, sagte, die „Mafia Banden“ sind Leute aus dem Süden. Derweil untersucht die Polizei, ob ein Zusammenhang besteht zwischen der Explosion, die sieben Menschen verletzte, und dem Aufstand im Süden oder ob es eine kriminelle Angelegenheit ist.

„Viele Leute aus dem Süden leben in diesem Gebiet, vor allem vom Soi 53 an aufwärts“, sagte Boon der Bangkok Post am Sonntag. „Viele von ihnen sind mafiaähnlich organisiert und kümmern sich um die Straßenhändler in diesem Bereich. Diejenigen, die ein Geschäft auf der Hauptstraße, der als der wichtigste Ort gilt, eröffnen möchten, müssen einen hohen Preis zahlen, um Platz zu bekommen“.

Weiter sagte sie, die Situation der südlichen „Mafia Banden“ wird durch die Anwesenheit der Männer in Uniform gestört, da beide Seiten Geld von Händlern erpressen. „Die südlichen „Mafia Banden“ kontrollieren in den Sois die Seiten mit den ungeraden Hausnummern, da wo sich die Explosion ereignete. Die Männer in Uniform sind zuständig für die andere Seite, wo die Ramkhamhaeng Universität ist“, sagte sie. „Ich weiß nicht, wer sie sind, aber ich hörte, sie sammeln Geld von allen Unternehmen in diesem Bereich, auch Motorrad-Taxi-Betreiber müssen eine monatliche Gebühr zahlen“.

Das Bezirksamt von Bang Kapi sagt derweil, Anbieter dürfen Stände in der Gegend legal betreiben. Der nationale Polizeichef Adul Saengsingkaew sagte letzte Woche, 19 Menschen wurden zum Bombenanschlag befragt, aber es ergab sich kein klares Motiv zum Anschlag. Theorien besagen auch, dass eine neue Gruppe von Anbietern in die Gegend umziehen wolle, und so die etablierten Händler störe.

Auch eine Auseinandersetzung zwischen einem Manager eines Friseursalons und einem Kredithai könnte ein Grund sein. Herr Sawaeng, ein 47-jähriger Essenverkäufer sagte, er vermeide in der Regel Erpressungsgeld für die tedsakit (städtische Beamte) oder die Mafia Banden zu zahlen, indem er durch Wechseln des Standorts dies zu umgehen versuche.

Neben den beiden Gruppen, die in der Regel „Gebühren“ sammeln, gibt es eine Gruppe von Männern, die eine „Schutzgebühr“ von 1.000 bis 2.000 Baht verlangen. Sie geben sich nicht zu erkennen, wer sie sind, aber sie sagen, sie garantieren, wenn ich die Gebühr zahle, wird niemand mich belästigen, sei es in Form einer Geldstrafe oder sonst irgendwie mir zu schaden. Ich gebe ihnen Geld, damit sie mich in Ruhe lassen.

Die „The Bangkok Post am Sonntag“ fragte einen patrouillierenden Polizisten über die Erpressungen aus. Er bestritt jegliche Kenntnis davon. „Was die lokale Mafia anbelangt, muss ich sagen, es gibt sie nicht.  Die einzigen Menschen, die das Gebiet schützen, sind die Polizisten. Niemand steht über dem Gesetz“. Er wies auch Behauptungen zurück, dass südliche Banden hier ihr Unwesen treiben.

Ao, die in einem Schönheitssalon gegenüber dem Ort der Bombenanschläge arbeitet, sagte, ihr sei nicht bewusst, dass Mafia Banden in der Gegend sind. „Ich persönlich finde, dass das, was passiert ist, aufgrund der Tatsache geschah, dass die Unternehmen auf den beiden Seiten der Straße nicht gleichbehandelt werden. Es gibt ein Gesetz, dass Straßenhändlern in ganz Bangkok am Montag verbietet, zu arbeiten. Hier ist es den einen erlaubt, während es denen auf der anderen Strassenseite verboten wird.